184 - Leichte Panik
Leichte Panik überkam mich heute bei dem Gedanken an das Ergebnis eines Arztbesuches Anfang September. Dann wird die Ärztin herausfinden, so hoffe ich zumindest, ob ich überhaupt in der Lage bin Kinder zu bekommen oder nicht. Und ich habe unglaubliche Angst vor dem Ergebnis. Was ist, wenn ich es eben nicht kann oder es ein langer und schwerer Weg wird.
Genau diese Gedanken haben mich heute total umgehauen und ich habe mich heulend ins Bett verzogen. Herr Baehr hat am Computer mit einem Kumpel gespielt und gequatscht, genau der Kumpel mit dem er Morgen zusammen verreist. Das hat mich dann noch mehr zweifeln lassen und ich habe gleich wieder alles in Frage gestellt.
Beim Abendessen fing Herr Baehr dann an zu bohren, was los sei, wollte er wissen. Ich rückte mit der Sprache raus, immer mit der Befürchtung, dass er sauer werden würde, weil ich mir schon wieder so viele Gedanken mache. War er auch, zumindest ein bisschen. Er geht davon aus, dass es klappt. Und wenn nicht, naja, dann schauen wir weiter. Gemeinsam, das bekommen wir hin. So einfach ist das. Ich liebe Herrn Baehr.
frau_baehr am 14. August 14
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
183 - Eine kleine Wunde
Am Wochenende habe ich angefangen die Pflaumen (oder sind es doch eher dunkle Mirabellen, ich weiß es nicht so genau) zu verarbeiten. Die Steine (oder sagt man in dem Fall Kerne?) saßen aber noch recht fest darin. Und da ich den Garten ja erst seit einem Jahr habe, bin ich küchentechnisch noch nicht auf so eine Aktion vorbereitet. Also habe ich die Steine mit der Hand rausgepult. Nach einiger Zeit stellte ich fest, mit der rechten Hand komme ich nicht weiter. Ich hatte mir die Haut unterm Daumennagel aufgerissen. Also bin ich auf die linke umgestiegen. Aber auch da hing irgendwann ein Hautfetzten, diesmal vom Zeigefinger, herab. Somit mussten die letzten Steine dann umständlich mit dem Löffel ausgepult werden.
Die Verletzung am Zeigefinger ist gar nicht so schlimm, scheint einfach nur eine Schicht Haut verloren gegangen zu sein. Aber die Wunde unter dem Daumennagel ist fies. Ich spüre sie ständig und bei allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten stoße ich mit der Spitze des Daumens irgendwo an. Ich frage mich, ob ich auch ohne Wunde immer so trottelig bin und es nur nicht merke. Jetzt merke ich es und zwar ganz schön heftig. Es ist nur eine kleine Wunde, aber der Schmerz ist riesig. Ich komme mir vor wie die Obermemme, aber gut. Ein bisschen Jammern wird ja erlaubt sein.
Das Opfer hat sich immerhin gelohnt. Die in Wein eingelegten Früchte schmecken total super.
182 - Verantwortung
Ich übernehme eigentlich gerne Verantwortung, habe aber oft auch Angst etwas falsch zu machen oder etwas ganz wichtiges zu vergessen. Da mein Kollege demnächst auf Weltreise geht und ich in der Rangfolge sozusagen nach ihm komme, übernehme ich einige seiner Aufgaben. Dazu gehört auch die Rechnung für den Kunden zu stellen. Eigentlich ganz einfach, man muss nur alle Informationen sammeln und in ein Excel-Sheet füllen. Alles andere wird dann intern durch irgendwelche Prozesse geregelt und raus kommt eine schön formattierte Rechnung.
Jetzt geht es da ja um Geld und nicht gerade um wenig. Und da hab ich dann doch ein bisschen Bammel etwas zu vergessen. Den ersten Teil habe ich aber schon hinter mir und noch ist der Kollege ja da um alles zu kontrollieren. Trotzdem, das ist dann doch eine sehr große Verantwortung, die einem da so plötzlich auf die Schultern sackt. Aber an so Aufgaben wächst man auch. Mal schauen wie groß ich werde.
frau_baehr am 11. August 14
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren