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Montag, 18. August 2014
188 - Baden
Heute habe ich gebadet, das mache ich sonst nur sehr selten. Und ich saß sogar recht lange in der Wanne. Herr Baehr hatte mich irgendwann schon gesucht, da er sich nicht vorstellen konnte, dass ich immer noch im Bad wäre. Ich bin sonst nämlich nicht der Badewannenmensch.

Schon bei meinen Eltern wurde so gut wie gar nicht gebadet. Erstens war es Wasserverschwendung, zweitens unbequem und drittens sehr langweilig. Ich und anscheinend auch der Rest meiner Familie, kann sich in der harten Wanne liegend nicht entspannend und dem ganzen auch nichts abgewinnen. Deswegen wurde im Zuge der Badrenovierung im Haus meiner Eltern die Badewanne abgeschafft und eine große Dusche eingebaut.

Hier haben wir eine Wanne und Herr Baehr hat sie am Anfang auch oft genutzt. Herr Baehr kann stundenlang in der Wanne liegen, er liest dort. Das kann ich überhaupt nicht. Mit nassen Händen das Buch halten, sich dabei irgendwie noch festhalten, damit man nicht runterrutscht und das Buch versenkt. Super unbequem.

Jetzt habe ich aber vor kurzem festgestellt, dass der Kindle in der Badewanne viel handlicher ist. Den kann man mit einer Hand festhalten, hat also die andere um sich irgendwie abzustützen, damit man bequemer sitzt. Und er lässt sich auch besser halten als ein Buch. Und somit kann ich mich jetzt beim Baden beschäftigen. Und wenn das Buch spannend ist, kann es passieren, dass ich eine Stunde in der Wanne liege. So ändern sich Gewohnheiten und Empfindlichkeiten.



187 - Wenn man schon keine Kinder hat
... dann braucht man andere Dinge, über die man sich bei Partys austauschen kann. Zum Beispiel die Probleme und Sorgen, die man mit Teich- und Aquariumsfischen hat. Oder was welches Tier alles für Futter tut. Welches Kunststück der Vogel kann oder eben nicht. Und was man alles für die Tiere tut, Meerschweinchinaltersheim, Inhalation für den Vogel usw. Wir werden alt.



Freitag, 15. August 2014
186 - Frau Baehr allein zuhaus
Zur Zeit ist Herr Baehr verreist, Gamescom. Und ich bin alleine daheim zurückgeblieben. Ok, ganz alleine bin ich nicht, die beiden Monsterchen sind ja noch da. Die sind aber kein wirklicher Ersatz für einen Menschen.

Eigentlich mag ich es gerne für mich zu sein und meine Ruhe zu haben. Ich kann es nicht ausstehen, wenn ständig Menschen um mich rum sind. Ich brauche einfach ab und zu meine Ruhe und Zeit für mich. Deswegen bin ich auch froh, dass Herr Baehr ein eigenes Hobby hat und ich ihn manchmal sogar förmlich an den Computer abschieben kann.

Doch jetzt bin ich alleine daheim und fühle mich einsam. Irgendwie ist es doch was anderes zu wissen, dass Herr Baehr in seiner Bärenhöhle sitzt und sich beschäftigt. Es ist so merkwürdig niemanden zu haben mit dem man reden kann (gut, auch hier wieder die Vögel, aber das ist so einseitig). Zum Glück ist er ja morgen schon wieder da.



Donnerstag, 14. August 2014
185 - Menstruationstasse, ein erster Erfahrungsbericht
Ich hatte ja schon berichtet, dass ich mir jetzt auch eine Menstruationstasse zugelegt habe. Die letzten Tage konnte ich sie testen und bin bis jetzt sehr zufrieden damit. Hier also ein kurzer Erfahrungsbericht.

Handhabung
Als ich die Menstruationstasse ausgepackt hatte, kam sie mir doch recht groß vor. Ich hatte die größte Größe bestellt und mich dabei von den Angaben für Alter und Menstruationsstärke leiten lassen. Dank zahlreicher Internetvideos und -beschreibungen wusste ich recht schnell wie sie einzuführen ist und auch wie man sie wieder herausbekommt. Trockenübungen hatte ich schon hinter mir, wobei ich zugeben muss, dass das erste Mal doch ein ganz schönes gefummel war. Aber mit ein bisschen Übung klappt das ganze sehr gut. Ich denke es muss jeder seine eigene "Technik" entwickeln. Und ganz wichtig, keine Panik.

Auch die Größe ist für mich kein Problem gewesen. Zuerst hatte ich Bedenken, dass ich sie spüren könnte. Das war aber gar nicht der Fall. Sie ist angenehm zu tragen und gar nicht zu spüren, ganz im Gegenteil zu Tampons. Die haben sich oft doch bemerkbar gemacht. Entweder weil sie komplett vollgesogen waren oder weil es zu trocken war.

Leeren und reinigen
Ganz zu Anfang hatte ich Angst, dass mir beim Herausnehmen das ganze Blut über die Hände läuft oder sonst wie verschüttet geht. Da die Tasse aber nie komplett voll war, war das nie der Fall.

Natürlich ist man mit dem konfrontiert, was da so raus kommt. Mich stört das aber gar nicht, ich war noch nie empfindlich bei solchen Dingen. Ich fand es eher interessant zu sehen (dank Skala am Rand) welche Mengen an Blut ich verliere. Das ist dann doch so einiges. Da kommen mal gut und gerne 30 - 40 ml pro Tag zusammen.

Ich habe die Tasse nach jeder Leerung auch noch gründlich mit heißem Wasser ausgespült. So ist sie wieder komplett sauber (natürlich nicht steril) und kann direkt wieder verwendet werden.

Ein wenig Angst hatte ich vor dem leeren auf einer öffentlichen Toilette, also im Büro. Das ist aber gar nicht so schlimm. Ausleeren und danach gründlich mit Papier durchwischen reicht auch. Wenn man wieder zuhause ist kann man sie dann ja direkt ausspülen.

Wohlfühlfaktor
Natürlich war ich am Anfang unsicher. Hält das auch wirklich? Habe ich sie richtig eingesetzt? Ist sie komplett aufgegangen? Läuft sie über? Den ersten Tag war ich eigentlich unentwegt mit diesen Fragen beschäftigt und war sehr oft auf der Toilette um zu kontrollieren. Das ist aber sicherlich ganz normal, da ich ja vorher noch gar keine Erfahrung hatte und es von Tampons nur kenne, dass sie sehr schnell voll sind und dann Flecken verursachen.

Die Tasse hat bei mir komplett dicht gehalten. Ich muss aber gestehen, dass ich die letzten Tage total unsportlich und faul war. Klar, gelaufen bin ich damit und auch eine Runde Rad gefahren. Das war es aber auch schon. Schwimmen habe ich mich nicht getraut. Das teste ich aber sicherlich beim nächsten Mal.

Und toll ist, sie nimmt wirklich viel mehr auf als ein Tampon. Um mich daran zu gewöhnen habe ich aber, wie in der Anleitung empfohlen, so oft geleert, wie ich auch ein Tampon wechseln würde. Das nächste Mal muss ich das nicht mehr machen. Das ist unglaublich, ich gewinne dadurch so viel. Ich muss nicht mehr darauf achten, dass ich spätestens alle zwei Stunden zur Toilette kann. Das ist vor allem auf Reisen zum Kunden und während Kundenmeetings ein echter Gewinn. Aber auch in der Freizeit. Endlich kann ich wieder was unternehmen. Außerdem muss ich mir keine Gedanken mehr machen, ob es dort wo ich hingehe auch einen Mülleimer gibt.

Vorteile, Nachteile
+ weniger Müll
+ weniger Schmerzen
+ keine Austrocknung
+ keine mit Tampons gefüllten Jacket- oder Hosentaschen
+ längere Zeit ohne Toilettengang
+ weniger Sorgen

- direkte Konfrontation mit den Ausscheidungen (kein Problem für mich)
- höherer Reinigungsaufwand