Mittwoch, 24. September 2014
225 - Online kaufen oder nicht
Nachdem ich jetzt ein neues Projekt beginne möchte ich auch einen neuen Rucksack haben. Der alte ist mir einfach zu sportlich. Außerdem ist er riesig, was eigentlich praktisch ist, aber total doof aussieht. Und oft brauche ich gar keinen so großen Rucksack.

Im Internet hatte ich schon nach Laptoprucksäcken geschaut und auch zwei Modelle gefunden, die mir zusagten. Aber einfach blind kaufen wollte ich nicht und etwas bestellen und dann wieder zurückschicken ist irgendwie nicht mein Ding. Also beschloss ich heute nach der Arbeit noch in die Innenstadt zu gehen und mir Laptoprucksäcke in echt anzuschauen. Leichter gesagt als getan, denn es gab, außer von der sehr bekannten Koffermarke, keine Laptoprucksäcke. Oder eben welche für die Schule. Das ist aber genau das Gegenteil von dem was ich will. Also kaufe ich jetzt wohl doch online. Da sollen die Einzelhändler sich jetzt aber mal nicht beschweren, ich war ja gewillt mein Geld dort zu lassen.



Montag, 22. September 2014
224 - So viel zu lernen
Für das neue Projekt muss ich so viel neues lernen, da ich mich gar nicht auskenne. Mein Chef ist sehr sicher, dass ich das locker schaffe. Wie er sagt habe ich in meinem Kopf einen Prozessor, der sehr leistungsfähig ist und das alles super schnell verarbeitet. Hoffen wir mal, dass er Recht behält. Bisher ist es nämlich ganz schön viel neues was dieser Prozessor verarbeiten und irgendwo hinspeichern muss.



Sonntag, 21. September 2014
223 - So schlimm
Als Herr Baehr und ich letztes Jahr das Haus renoviert haben, mussten wir die Tapeten im Wohnzimmer erneuern, da die Vorbesitzer starke Raucher gewesen waren. Schon beim Streichen in den oberen Räumen hat sich herausgestellt, dass ich sehr genau bin und schnell überfordert bin. Ich war mit dem Ergebnis nicht zufrieden und hatte immer das Gefühl man sieht noch Flecken oder dunkle Stellen. Auch beim Tapezieren war ich nicht zufrieden und dabei habe ich nicht mittapeziert. Ich habe rumgemeckert wie die Tapeten geschnitten wurden, wie sie angebracht wurden und wenn sie nicht genau Kante an Kante geklebt wurden. Ich kann mir vorstellen, dass Herr Baehr, sein Bruder und sein Vater extrem von mir genervt waren, da sie sich erbarmt hatten zu tapezieren. Zum Glück hat mich damal mein Vater in die Küche abkoommandiert, um ihm beim Boden säubern zu helfen.

Heute waren wir bei einem Freund von Herrn Baehr, der seine Wohnung renoviert hat. Er hatte uns gebeten beim Tapeten kleben zu helfen. Herr Baehr war zu nett und konnte nicht nein sagen, obwohl wir es beide nicht gerne machen und auch nicht so gut können. Dieser Freund war super penibel, hat ständig mit der Wasserwaage nachgemessen, ob die Bahn auch ja gerade ist und hat sogar eine wieder abgenommen. Es hat ewig gedauert, bis wir überhaupt mal eine Bahn an der Wand hatten. Herr Baehr war irgendwann kurz davor zu explodieren, hat es aber zum Glück runtergeschluckt. Auch die Freundin des Freundes war schon total genervt und hätte sich am liebsten mehrmals für sein Verhalten entschuldigt.

Nachdem wir gegangen waren habe ich Herrn Baehr gefragt, ob ich damals auch so schlimm gewesen bin. Und Herr Baehr meinte, dass ich genauso war. Das ist ganz schön schlimm, wenn man so einen Spiegel vorgehalten bekommt. Da kommen Leute um zu helfen und man ist so kleinlich und penibel. Und im Nachhinein muss ich sagen, es tut mir leid und ist mir sehr unangenehm. Das nächste Mal halte ich mich einfach zurück und bin dankbar.