Samstag, 27. September 2014
228 - Endlich mal wieder Eishockey



Donnerstag, 25. September 2014
227 - Neue alte Nachbarn
Wir wohnen in einer Doppelhaushälfte und hatten bis vor kurzem echt tolle Nachbarn auf der anderen Seite. Sehr nett, nicht laut, nette Kinder. Man hat mal am Zaun gequatscht oder war zum Fußball schauen eingeladen. Da das Haus aber nur zur Miete ist und die Familie sehr gerne dauerhaft in einem eigenen Haus wohnen möchte, haben sie die Gelegenheit genutzt und das Haus direkt gegenüber gekauft.

Die Leute von gegenüber sind komisch. Alle in der Straße erzählen uns, dass sie mit ihnen nichts zu tun haben und das diese Leute auch nie grüßen. Der Umgangston untereinander ist auch nicht toll, zumindest das was man eben so hört wenn sie im Garten sind. Außerdem haben sie zwei Hunde, aber nicht wirklich Lust oder Zeit die beiden auszuführen. Deswegen werde die armen Viecher immer in den Garten gesperrt wo sie dann entweder bellen oder jaulen, weil sie wieder rein wollen. Ich hatte schon überlegt etwas zu sagen, hatte es dann aber gelassen nachdem ich von dem Verkauf des Hauses und deren baldigem Auszug gehört hatte.

Jetzt ist es aber so, dass die Leute von gegenüber sozusagen eine Ruine gekauft haben und die erst renovieren müssen. Da sie nirgendwo ein Haus zur Miete gefunden haben, haben sie kurzerhand das andere Doppelhaus angemietet, das ja nun frei wird. Häusertausch also sozusagen.

Heute ziehen sie ein. Die Hunde sind bereits im Garten und bellen. Er saß auch schon draußen und hat geraucht. Ich hasse Zigarettenrauch. Und das alles vor meinem Arbeitszimmerfenster, sozusagen. Das geht nämlich zum Garten raus. Schöner Ausblick und bisher nur Lärm, wenn das Nachbarsmädchen mit Freunden im Pool war. Aber das ist ein angenehmer Lärm, nicht so störend wie ein ständig kleffender Hund.

Ich mag Veränderungen grundsätzlich nicht und kann mit Veränderungen nicht gut umgehen. Sind es positive Veränderungen, so wie unser Umzug im letzten Jahr, geht es, auch wenn es mich viel Kraft kostet. Aber negative Veränderungen, und genau das ist dieser Häusertausch für mich, sind einfach nur ätzend. Ich fühle mich jetzt schon nicht mehr wohl. Hab Angst, dass die "neuen" Nachbarn laut sind und rücksichtslos. Weiß nicht wie ich mit den kläffenden und jaulenden Hunden umgehen soll. Ich hasse das. Wir hätten doch auf einen einsamen Bauernhof ziehen sollen.



Mittwoch, 24. September 2014
226 - Gemeinsame Freizeitaktivität
Herr Baehr und ich haben nicht so viele gemeinsame Freizeitaktivitäten. Das ist auch in Ordnung, denn wir mögen es beide sehr auch mal einen ganzen Abend ganz alleine zu verbringen. Leider stellt sich dann aber oft die Frage, was wir denn nun machen können, wenn wir Zeit miteinander verbringen wollen.

Im Sommer bei schönem Wetter ist die Frage seit letztem Jahr schnell geklärt. Wir gehen raus in den Garten, entweder um zu arbeiten oder um die Zeit dort zu verbringen. Wir lesen nebeneinander sitzend am Teich oder wir grillen. Oder wir sitzen Abends einfach in der Dunkelheit und schauen den Fledermäusen beim jagen zu.

Wenn es aber schlechtes Wetter ist oder eben Herbst, Winter oder auch Frühling, dann fällt uns nichts ein. Wir haben versucht zusammen Gesellschaftsspiele zu spielen. Das geht so lange gut wie ich gewinne. Gewinne ich nicht oder merke ich, dass Herr Baehr die Oberhand hat, werde ich sauer. Ich bin ein unheimlich schlechter Verlierer und kann bei Gesellschaftsspielen auch mal richtig sauer oder sogar beleidigend werden.

Filme schauen mag ich auch nicht so und wenn dann nur schöne Filme. Also nichts mit Gewalt oder mit Grusel. Und Herr Baehr mag Filme mit zu viel Liebe nicht. Oft habe ich auch einfach nicht die Geduld einen Film bis zum Ende zu schauen. Serien schaue ich dagegen total gerne, Herr Baehr eher weniger. The Big Bang Theorie war immerhin eine Serie für die ich ihn gewinnen konnte, aber auch die Folgen sind irgendwann geschaut.

Sport machen wir ja beide nicht wirklich und aufraffen fällt uns oft unheimlich schwer. Eigentlich gehen wir einmal die Woche schwimmen, eigentlich. Sagen die Schwimmfreunde aber ab, gehen wir auch nicht. Also fällt eine weitere sportliche Aktivität als gemeinsames neues Hobby eher weg, da es nicht wirklich erfolgsversprechend wäre.

Herr Baehr hat jetzt vorgeschlagen, dass wir ein Bastelbuch kaufen und vielleicht mal was zusammen basteln. Finde ich gar nicht so verkehrt, ich mach sowas schon ganz gerne solange es nicht zu friemelig ist. Ob Herr Baehr da aber so die Lust und Geduld zu hat weiß ich nicht. Mal schauen, diesen Winter basteln wir dann wohl.