Montag, 11. Mai 2015
455 - Gelesen 2015 - Barfuß im Regen
Ich habe tatsächlich das ganze Wochenende durchgelesen und das hat unheimlich gut getan. Mein Herz und meine Seele haben nach einfachen Schnulzen verlangt und in diese Kategorie gehört wohl auch Barfuß im Regen von Hannah Siebern, die in diesem Buch einen Teil ihrer eigenen Geschichte verarbeitet, vieles aber auch dazuerfunden hat.

Janna hat sich während eines Austauschjahres zu Schulzeiten in Mexiko in einen jungen Mexikaner verliebt, führte einige Jahre eine Fernbeziehung mit ihm und heiratete ihn schließlich mit 20. Da es Rogelio in Deutschland nicht gefiehl, folgte sie ihm nach Mexiko, der größte Fehler ihres Lebens. Rogelio tat ihr nicht nur körperlich weh, auch seelisch verletzte er sie. Janna floh nach Deutschland und verkroch sich bei ihren Eltern.

Nach nun drei Jahren wieder im Hotel Mama beschließen ihre Eltern, dass es genug ist, Janna muss auf eigenen Beinen stehen. Auch ihre Freundin Alexis unterstützt sie in diesem Vorhaben. Eine Wohnung zu finden ist für Janna und ihre alte Hündin aber gar nicht so einfach. Und dann taucht plötzlich auch noch ihre alte Jugendliebe Josh in einem Uniseminar auf. Josh, der sie vor der ganzen Klasse lächerlich gemacht hatte und dann nach seinem Wegzug nach Kanada nie wieder den Kontakt zu ihr gesucht hatte.

Wie es das Schicksal (oder Josh) will, müssen beide gemeinsam eine Seminararbeit ausarbeiten und so besucht Janna Josh zuhause. Josh wohnt in der alten Wohnung seiner Eltern und die ist groß und im Erdgeschoß. Kurzerhand zieht Janna bei ihm ein und verbringt auch so mehr Zeit mit Josh und seinen Freunden. Dabei kommen die beiden sich wieder näher, doch Janna ist noch nicht wieder bereit sich auf einen neuen Mann einzulassen.

Ich habe das Buch verschlungen und fand es wunderschön. Der Titel hatte mich angesprochen, das Cover eher nicht. Da mir aber nach kitschigem herzschmerz Roman war, hatte ich mir das Buch einfach kurzerhand ausgeliehen. Und es nicht bereut. Es ist absolut nicht kitschig, Janna und Josh brauchen eine Weile um zueinander zu finden. Und natürlich kann Janna nicht sofort alle Zweifel und Ängste aus dem Weg räumen.



Sonntag, 10. Mai 2015
454 - Gelesen 2015 - Wenn du dich traust
Ich komme kaum noch nach über die Bücher zu schreiben, die ich gelesen habe. Dieses Wochenende habe ich mir den Luxus gegönnt so gut wie nichts zu machen und hab einfach nur gelesen. Und somit ist das nächste Buch verschlungen. Wie es aber schon in einigen Amazon-Rezensionen steht, ist es auch mir schwer gefallen das Buch zur Seite zu legen. Die Rede ist von Wenn du dich traust von Kira Gembri.

Lea ist nicht wie andere junge Mädchen, sie leidet unter Zwangshandlungen. Sie muss jeden Abend immer und immer wieder überprüfen, ob der Herd aus ist, dass kein elektronisches Gerät am Strom hängt und das auch alles sicher ist. Außerdem zählt sie und mag am liebsten Zehnerblocks.

Jay dagegen ist ein ganz normaler Jugendlicher. Er wohnt mit seinen Kumpels Alex und Flocke in einer WG, feiert viel und gerne und reißt auch immer mal wieder ein Mädchen auf. Ein Problem hat er aber und das sind die Drogen. Nicht das er sie selbst nimmt, er handelt damit. Und dummerweise lässt er sich erwischen, was ihm Sozialstunden in der Psychatrie einhandelt.

Genau dort trifft er das erste Mal auf Lea, die von ihren Eltern dorthin gebracht wurde. Lea erwischt Jay beim klauen, doch statt ihn zu verpfeifen schlägt sie ihm einen Deal vor. Sie hilft ihm zu Geld zu kommen, dafür nimmt er sie bei sich auf. Lea ist volljährig und entlässt sich selbst vorzeitig aus der Psychatrie, Jay nimmt das Angebot an, denn er braucht unbedingt das Geld. Jays Mitbewohner sind von etwas schrägen Gast nicht gerade begeistert, akzeptieren ihre Anwesenheit aber erstmal.

Schnell entspinnt sich zwischen Lea und Jay mehr als nur eine Zweckgemeinschaft. Lea beginnt sich Jay gegenüber zu öffnen, aber auch er beginnt von seiner Vergangenheit zu erzählen. Und es kommt wie es kommen muss.

Eine schöne Geschichte, wie ich fand, auch wenn sehr schnell klar war, wie es ausgehen würde. Das macht aber nichts, denn solche Geschichten braucht es immer mal wieder. Ein bisschen kitschig, ein bisschen überzeichnet, alles geht ein bisschen zu schnell, trotzdem was fürs Herz.



Sonntag, 10. Mai 2015
453 - Gelesen 2015 - Der Schwertmeister: Die Krosann-Saga
Gestern habe ich den zweiten Teil der Krosann-Saga Der Schwertmeister von Sam Feuerbach zu Ende gelesen. Wie der Titel schon sagt, taucht in diesem Teil der Schwertmeister auf. Wer oder was genau der Schwertmeister ist, ist mir nicht ganz klar geworden.

Prinz Karek ist auch in diesem Teil als Anwärter auf der Feste Strandsitz. Seine vier Zimmerkameraden und er wachsen immer weiter zusammen, auch wenn Karek immer wieder eine Extrawurst bekommt. Er schleicht sich Nachts raus und wird nicht wirklich dafür bestraft. Seine Kameraden lügt er an, sie werden misstrauisch und beginnen Karek auszuschließen.

Außerdem taucht ein gewisser Forand auf der Feste Strandsitz auf und übernimmt die Ausbildung der schwarzen Anwärter, nachdem Hauptmann To Shyr Ban getötet wird. In einem Kampf mit dem Ausbilder der weißen Anwärter kommt heraus, dass er der lange verschollene Schwertmeister, Garemalan der Jadekrieger ist. Die Soldaten feiern ihn und Karek vertraut ihm.

Auch die Auftragsmörderin taucht in diesem Teil wieder auf. Und sie macht wohl die größte Veränderung durch. Sie nimmt einen Auftrag von Karek an, jedoch geht es hierbei nicht um einen Mord. Dazu beginnt sie sich an ihre Vergangenheit zu erinnern. Sie ist sich nicht sicher, ob sie diese Erinnerungen zulassen sollte.

Auch hier überschlagen sich am Ende des Buches die Ereignisse. Wie schon lange angedeutet, kommt es zu einem Krieg und ein jeder muss sich entscheiden auf wessen Seite er steht.

Mir hat dieser Teil, genauso wie der erste, gut gefallen. Mir gefällt, wie Karek sich entwickelt, aber auch wie die andern Protagonisten sich entwickeln. Gerade die Auftragsmörderin macht die größte Veränderung durch. Ich bin gespannt, wie es mit ihr ihn Teil drei weitergehen wird.