531 - Grübelei
Abends und nachts kommt bei mir die Grübelei. Ich habe letzte Nacht unglaublich schlecht geschlafen. Ich hänge den ganzen Tag in den Seilen und versuche mir einzureden, dass alles gut wird. Ich mache mir unglaubliche Sorgen um die Henne. Die Vögel sollten nie Kindersatz werden, sind aber trotzdem Familienmitglieder. Ich mache mir Sorgen um den Hahn, der hier einsam sitzt und leidet, wütend schreit und verzweifelt balzt. Ich mache mir Sorgen wegen dem Schimmel und der Versicherung. Mir gefällt nicht, dass Herrn Baehr alles so nahe geht, er kaum schläft und nur wenig isst. Ich mache mir Sorgen, weil ich mir Sorgen mache. Es ist doof im Moment. Ich hoffe, dass wir Morgen endlich gute Nachrichten zu bekommen, hoffe, dass es der Henne besser geht, dass sich das Problem mit der Versicherung klärt und dass der Schimmel schnell wieder verschwindet.
frau_baehr am 26. Juli 15
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530 - Vom Pech verfolgt
Gestern beim Abendessen kochen meinte Herr Baehr, dass wir in letzter Zeit total Pech hätten und er hofft, dass so schnell nicht der nächste Schlag kommen würde. Der kam aber schneller und heftiger als gedacht. Nach dem Essen wollte ich den Vögeln Nudeln füttern und stellte fest, das mit der Henne irgendwas überhaupt nicht in Ordnung ist. Ihr eines Bein funktionierte nicht und sie war ganz aphatisch. Kurzentschlossen bat ich Herrn Baehr sie zu fangen und in den Transportkäfig zu setzen. Das ging recht schnell, sie ließ sich von Herrn Baehr anfassen, was sie sonst nie zulassen würde. Der Hahn war völlig panisch und verstand die Welt nicht mehr.
Da sie so schlecht aussah fuhren wir nach Gießen in die Vogelklinik. Dort fühlze ich mich total gut aufgehoben, sehr nette und vor allem kompetente Tierärzte. Sie nahmen sie stationär auf und versprachen mir keinerlei Untersuchungen zu machen, so lange sie so schwach ist. Heute Morgen riefen sie an, der Zustand ist unverändert, sie ist schwach und zeigt das sehr deutlich. Sehr u typisch für einen Nymphensittich. Sie bekommt jetzt ihre Inhalationen und viel Ruhe. Trotzdem ist sie, laut Tierärztin, ein Wackelkandidat.
Der Hahn ist traurig. Er schreit und balzt abwechseln. Er schläft kaum und frisst wenig. Es tut so weh ihn so zu sehen, ich kann ihm ja nicht klar machen was grade passiert. Herrn Baehr geht es auch bescheiden. Er macht sich Sorgen wegen der Versicherung, hat Angst, dass der Schimmel schlecht für das Baehrenkind ist und hat Angst um die Henne. Sie ist Herrn Baehrs Vogel und liebt ihn. Genauso wie der Hahn ganz mein Vogel ist und an mir hängt. Ich habe Herrn Baehr selten so niedergeschlagen gesehen.
Wir beten und hoffen, dass die Henne schnell gesund wird und wieder nach Hause darf.
frau_baehr am 25. Juli 15
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529 - Versicherungen
Als wir hier eingezogen sind haben wir die Gebäudeversicherug vom Vorbesitzer übernommen. Das ist so üblich, denn man muss eine Gebäudeversicherung haben. Unser Versicherungsmakler hatte die Versicherung geprüft und für gut befunden und der Versicherung mitgeteilt, dass wir sie behalten und er der Ansprechpartner ist. Also alles gut, dachten wir.
Jetzt haben wir ja Schimmel im Wohnzimmer und Herr Baehr wollte das heute der Versicherung melden. Diese teilte ihm dann mit, dass wir dort doch schon lange nicht mehr versichert wären. Sie hätten uns die Versicherung gekündigt, weil wir nicht gezahlt hätten und auch auf mehrfache Mahnungen nicht reagiert hätten. Wir haben nie ein weiteres Schreiben als die ersten zur Übernahme bekommen. Keine Zahlungsaufforderung, keine Mahnung. Unser Versicherungsmakler forscht jetzt nach, was da passiert ist.
Natürlich hätte uns auffallen müssen, dass wir keine regelmäßigen Beiträge zahlen. Irgendwann hatte ich mich auch mal gewundert, dass da gar nichts mehr gekommen war, hatte das aber wieder verdrängt. Da der Vorbesitzer ja so schludrig mit dem Geld war, hatten wir angenommen, dass er noch bezahlt hatte und das Geld nie zurückgefordert hatte, zumindest für das laufende Jahr. Letztes Jahr hätten wir dann ja selbst zahlen müssen, das hätte mir auffallen müssen. Da alle anderen Versicherungen aber per Abbuchung regelmäßig und pünktlich gezahlt werden, hatte ich mir hier gar keine Gedanken mehr gemacht.
Ich bin gespannt, was da jetzt rauskommt und auch ein bisschen besorgt. Sollte wirklich, wie Herr Baehr befürchtet, die Leitung kaputt sein, dann muss der Fußboden aufgemacht werden. Im schlimmsten Fall muss der Kachelofen abgerissen werden. Das wäre nicht nur ärgerlich sondern auch mit zusätzlichen Kosten verbunden. Kosten, die ich grade gar nicht gebrauchen kann. Eigentlich wollten wir ja nächstes Jahr Hochzeit feiern. Zwar nicht groß, aber auch eine kleine Feier kostet so einiges. Ich kann es nicht ändern und muss jetzt abwarten.
frau_baehr am 24. Juli 15
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