Samstag, 1. August 2015
537 - Bamberg
Voller Tag heute und sehr anstrengend. Ich bin das einfach nicht gewohnt, ich sitz zu viel rum. Eigentlich erschreckend, ändern kann ich es jetzt nicht so schnell. Allein die gut zweistündige Stadtführung war total anstrengend. Ich hatte mich aber auch gleich wieder wie ein Packesel beladen. Die Kamera geht aber einfach nicht leichter.

Die Stadtführung war sehr gut, wir hatten eine sehr nette Führerin erwischt, die auch bei Lärm noch gut verständlich war. Die Gruppe war auch ok, Ausnahmen gibt es ja leider immer.

Anschließend an die Führung haben wir erstmal Pause gemacht, gegessen und getrunken und sind dann ins Naturkundemuseum. Das war ganz nett, ich müsste aber kein zweites Mal hin. Viele Fossilien und ausgestopfte Vögel. Aber ein ganz guter Zeitvertreib.

Umstandshosen habe ich jetzt auch. Wie zu erwarten war Hager und Mager ein voller Reinfall, die Hosen bekomme ich nicht hoch. Bei C&A war ich dann aber erfolgreich, sehr bequem so Hosen, wenn man sie bis oben hochbekommt.

Jetzt lassen wir den Abend im Hotelzimmer ausklingen, nachdem wir noch was essen waren. Ich denk aber, lange wach bleib ich nicht mehr.



Freitag, 31. Juli 2015
536 - Reisenervosität
Ich bin ja eine routinierte Reiserin, könnte man meinen. Drei Jahre war ich eigentlich jede Woche unterwegs, teilweise in bis zu drei Städten quer über Deutschland verteilt. Ich bin es also gewöhnt früh aufzustehen, lange in Zügen zu sitzen, Züge zu verpassen, hinter Zügen herzurennen und in Hotels zu schlafen. Ich bin es gewöhnt meinen Koffer zu packen und muss ehrlich zugeben, dass ich bis heute meinen Kulturbeutel nicht ausgepackt habe. Das erleichtert das Kofferpacken, außerdem brauche ich viele Dinge daraus nur unterwegs oder hab die Dinge einfach doppelt.

Jetzt fahre ich ja dieses Wochenende mit der Mutter des Patenkindes nach Bamberg. Ich freue mich total darauf, so ein Freundinnenwochenende habe ich noch mit niemandem gemacht. Lediglich mit dem Mitbewohner war ich mal eine Woche in Kanada zur Eishockey-WM, aber auch nur weil er das gewonnen hatte. Und jetzt bin ich nervös vor dieser Reise. Nicht aus Angst, dass es mit der Patenkindmutter blöd werden könnte, die ist super und es wird bestimmt toll mit ihr. Aber ich hab eine Fahrkarte mit Zugbindung, ich muss (gefühlt) eine Millionen Mal umsteigen, ich kenne die Stadt nicht, ich weiß nicht wie wir vom Bahnhof zum Hotel kommen und ich weiß nicht wie das Hotel ist.

Ich sehe also mal wieder, ich kann mit unbekannten und neuen Situationen nicht umgehen. Mich macht das unbekannte unsicher und ängstlich. Ich könnte mir meine Fahrkarte noch zwanzigmal anschauen, trotzdem hätte ich Angst, dass ich was falsch mache. Wie kann es sein, dass man so routiniert und souverän fürs Büro reisen kann und privat so ein Theater (zumindest innerlich) macht?



Donnerstag, 30. Juli 2015
535 - Das Problem mit den Hosen
Ich habe ja schon seit längerem ein Problem Hosen zu finden. Kurze Hosen, also Shorts, gehen. Etwas längere Hosen sind schon problematisch, da sie entweder an den Oberschenkeln zu eng oder am Bund viel zu weit sind. Lange Hosen zu kaufen ist eine Qual, ich vermeide es solange es geht. Anzughosen zu kaufen war eine Zeitlang ein Ding der Unmöglichkeit.

Jetzt habe ich gar nicht so große Ansprüche an eine Hose. Eine Anzughose soll nur nicht wie eine Leggins aussehen und nicht über oder am Knöchel enden. Wenn ich einen Anzug anziehe, dann muss dieser wie bei einem Mann aussehen. Also Hose bis zu den Schuhen und Ärmel in voller Länge. Das ist schwierig bis gar nicht zu finden, je nachdem wie die Mode grade ist. Eine Zeitlang war da gar nichts zu machen, es gab nur Anzüge mit kurzen oder aufgekrempelten Ärmeln und engen, kurzen Hosen.

Auch eine Hose für die Freizeit muss jetzt nichts besonderes sein. Eine stinknormale Jeans oder eine Stoffhose. Keine, sie eng anliegt, dann kann ich auch eine Strumpfhose oder eine Leggins kaufen. Keine, sie oben mega weit und unten extrem eng ist. Einfach eine Hose, die locker an den Beinen sitzt, überall am Bein. Sowas zu finden war in den letzten Jahren auch nicht einfach. Erst waren Chinos in, die passen mir aber nicht. Jetzt sind es ja diese Super-Skinny-Jeans, die passen mir erst recht nicht.

Jetzt könnte man meinen, ich bin einfach zu dick und habe eben Pech gehabt. Dem ist aber nicht so, ich bin eigentlich recht schlank bis normal. Das schwankt bei mir immer mal wieder. Meine Beine sind keine Storchenbeine, aber mit Sicherheit auch keine Stampfer. Ganz normale Beine, vielleicht etwas mehr Muskeln als bei anderen Frauen. Trotzdem falle ich nicht aus dem Rahmen, meiner Meinung nach. Es sollte also nicht schwierig sein eine Hose zu finden. Ist es aber doch, ich bekomme diese ganzen engen Hosen nicht hoch. Wenn ich sie hochbekomme, sind sie am Bauch mindestens drei Nummern zu groß.

So langsam fängt das Baehrenkind an sich Platz zu schaffen, bedeutet also, dass ich mir langsam Gedanken über Umstandshosen machen muss. Zwei meiner normalen Hosen passen noch, die hatte ich etwas größer gekauft, als ich in einer Stressphase zugenommen hatte. Ewig werden die aber auch nicht mehr gehen. Also hatte ich mal geschaut, was es so gibt, online. Und es ist zum verrückt werden. Fast alle Hosen sind Skinny oder Super-Skinny. Wer denkt sich denn so einen Scheiß aus? In der Schwangerschaft bekommt die ein oder andere Frau auch noch Wasser in den Beinen, wie soll man da in diese Karottenhosen passen? Mal davon abgesehen, dass es einfach nur bescheuert aussieht.

Das Wochenende bin ich mit der Mutter des Patenkindes in Bamberg, Kurztripp für sie, damit sie auch mal wieder rauskommt und sich was gönnt. Da werde ich sie mal zum shoppen schleppen, aber ich befürchte, ich werde nichts finden. Was ich dann anziehen soll weiß ich noch nicht. Mir wird schon was einfallen, ich hab ja noch zwei Leinenhosen mit Gummibund.