Dienstag, 4. August 2015
540 - Erleichterung und Realisierung
Heute hatte ich einen Routinetermin bei der Frauenärztin. Erst hinterher wurde mir bewusst, wie aufgeregt ich doch gewesen bin und wie viele Sorgen ich mir gemacht habe. Ich saß nach dem Termin erstmal vor Erleichterung heulend im Auto und habe Herrn Baehr angerufen.

Dem Baehrenkind geht es super. Ich durfte es sogar im Ultraschall sehen, obwohl heute gar keiner dran gewesen wäre. Sie wollte aber nach dem Herz schauen, soll mir recht sein. Darauf habe ich nicht so geachtet, ich hab einfach nur dieses Wesen auf dem Bildschirm angestarrt. Das Baehrenkind ist richtig groß und zappelt munter vor sich hin. Am schönsten dann aber die Bestätigung, dass es genau dort liegt, wo ich schon das Gefühl hatte es zu spüren. Eigentlich ja viel zu früh, aber ich merke, dass da was anders ist als sonst.

Im Auto kam dann auch der Moment der Erkenntnis: Es ist Wirklichkeit, wir werden tatsächlich Eltern. Ich kann es immer noch kaum fassen, die ganze Zeit war es nicht wirklich real. Die ganze Zeit war da auch die Angst, dass etwas nicht in Ordnung sein könnte, dass die Blutung doch ein Zeichen für irgendwas war. War es aber nicht, alles dran, alles sieht normal aus.

Ich könnte auch jetzt wieder vor Freude heulen, das ist ganz schlimm. Aber es ist auch so toll, endlich kommt die Freude, endlich ist die Angst ein wenig zur Seite gedrängt. Endlich habe ich auch die Bestätigung, dass ich wieder alles machen darf, so wie es mir passt und gut damit geht. Ich kann im Büro wieder ganz normal am Alltag teilnehmen. Ich kann wieder ganz normal schwimmen gehen. Ich kann mich einfach trauen, mich zu freuen und normal zu leben. Das ist so toll.



Montag, 3. August 2015
539 - Angespannt
Ich bin immer angespannt, also körperlich. An vielen Stellen bin ich deswegen verspannt. Ich kann zum Beispiel nicht meine Arme so locker lassen, dass jemand anders sie hochhebt und wenn er loslässt, sie einfach wieder runterfallen. Ich weiß gar nicht, wie man das macht. Gute Tipps helfen auch nicht, ich kann einfach nicht locker lassen.

Genauso mit meinem Rücken. Schon vor einiger Zeit hatte ich mich bei einem Event von meiner Arbeit massieren lassen. Alle haben die Massage genossen, jeder wurde so ca. 10 Minuten massiert. Ich wurde nach zwei Minuten wieder weggeschickt, weil ich einfach nicht lockerlassen konnte und die Dame das Gefühl hatte, dass ich mich wehre. Beim massieren kommt leider auch noch das Problem mit dem anfassen dazu. Ich mag es ja nicht von Fremden angefasst zu werden bzw. überhaupt angefasst zu werden. Da verspanne ich dann zusätzlich.

Jetzt habe ich angefangen Yogaübungen für Schwangere zu machen, damit ich überhaupt irgendeinen Sport mache. Meinen Rücken merke ich nämlich schon wieder sehr deutlich und ich denke, dass wird schlimmer je weiter das Baehrenkind wächst. Bei diesen Übungen geht es ganz viel darum, den Beckenboden zu lockern und den Beckenraum zu weiten. Ich finde solche Begriffe schon schwierig, da aber irgendwo locker zu lassen kann ich gar nicht. Hinzu kommt, dass ich total steif bin und mir deswegen die Übungen schwer fallen und ich mich noch mehr anspanne. Ob das jetzt gut ist diese Übungen zu machen, weiß ich nicht. Das soll die Ärztin entscheiden.



Sonntag, 2. August 2015
538 - Gärtnerstadt
Heute haben wir uns, nach einem Gottesdienst im Dom, die Gärtnerstadt und das zugehörige Museum angeschaut. Das Museum war sehr nett gemacht. Es war nicht besonders groß, aber sehr informativ. Wir haben recht viel Zeit dort verbracht. Auch der zugehörige Garten ist interessant, da dort viele Pflanzen angebaut werden und alles genau beschriftet war. Bei den Kräutern und Heilpflanzen stand auch immer dabei für was sie verwendet werden können. Das Museum wurde außerdem von einem sehr netten Herren betreut, der uns immer wieder Hinweise gab oder nachfragte, ob wor noch etwas bräuchten. Nur sein Tipp für die Aussichtsplatform über die Gärten fand ich mittelmäßig. Viel zu sehen war von dort aus nicht. Aber man hat einen Eindruck von der Größe bekommen. Alles in allem ein lohnenswerter Besuch.