Ich schlafe in letzter Zeit unglaublich schlecht. Immer wieder wache ich auf, entweder weil mir warm ist oder ich zur Toilette muss oder weil Herr Baehr irgendwelche Geräusche macht. Heute musste ich früh raus, bin deswegen zeitig ins Bett und natürlich immer wieder aufgewacht. Endgültig wach war ich dann um halb vier. Bis um halb fünf mein Wecker geklingelt hat war ich nicht mehr eingeschlafen. Und natürlich hat der Tag lauter anstrengende Dinge und viele Termine bereitgehalten. Ich hoffe, ich schlafe diese Nacht besser.
Über die Arbeit habe ich eine Mentee. Sie studiert noch und nimmt bei meiner Firma an einem speziellen Programm für zukünftige Führungskräfte teil. Das Programm finde ich super, sowas hätte ich mir während meinem Studium auch gewünscht.
Jetzt habe ich aber ein Problem mit dem ganzen Mentoring, ich bekomme es nicht gut hin. Ich bin ja nicht so der offene Mensch und tue mir schwer auf Menschen zuzugehen. Meine Mentee ist auch eher eine schüchterne, sehr strebsame Studentin. Leider wohnt sie auch recht weit weg, so dass wir uns nicht wie andere Mentor-Mentee-Paare einfach mal Abends zu einem Essen treffen können. Telefonieren machen wir ab und an, leider weiß ich dann aber oft nicht, was ich sagen soll.
Wenn ich Feedback von den anderen bekomme, höre ich, dass sie eine super Beziehung haben und sich auch über private Themen austauschen. Das ist bei mir gar nicht der Fall. Ich weiß auch gar nicht, wie ich das anfange. Ehrlichgesagt weiß ich auch gar nicht, was sie so an privaten Interessen hat. Ich habe eher den Eindruck, dass studieren und lernen eine sehr zentrale Rolle in ihrem Leben spielen und sie im Semester gar nicht wirklich andere Dinge macht.
Trotzdem möchte ich an dieser Beziehung arbeiten, auch wenn ich sie jetzt bald abgeben muss. Denn ob ich sie auch während meiner Elternzeit betreuen kann, weiß ich nicht. Das werde ich aber demnächst klären. Bei dem wenigen Kontakt, den wir hatten, kann ich sie in der Zeit auch weiter betreuen.
Die Henne mal wieder. Ihr geht es augenscheinlich viel besser. Sie meckert viel mehr, ist nicht mehr so leicht zu fangen und sie hackt und faucht, mutiert also in meiner Gegenwart zu einer Hackfauche. Ihre Abneigung gegen mich ist extrem geworden in den letzten Tagen, das tut in meinem Herzen weh. Ändern kann ich es leider nicht, das muss jetzt sein.
Ganz schlimm ist es Abends, wenn ich ihr Futternäpfchen und das Wasser raushole um es zu säubern und neu zu befüllen. Da wird sie richtig zum Hackfauchenbiest. Grade gestern hat sie so arg nach mir gehackt, dass ich erschrocken meine Hand zurückgezogen habe und das nicht grade langsam. Das hatte zur Folge, dass mir das Futternäpfchen aus der Hand gefallen ist und das ganze Körnerfutter im Zimmer verteilt war. Super, da mag ich sie dann auch nicht mehr so gerne, wenn ich spät Abends noch anfangen muss zu kehren.
Ich freue mich schon unheimlich, wenn die Behandlung bald rum ist und ich wieder Vertrauen aufbauen kann. Dann bekommt sie von mir nur noch Leckereien, bestechlich ist sie ja zum Glück. Zahm machen, wie die Tierärztin empfohlen hat, wird bei ihr nicht klappen. Da übe ich eher erstmal mit dem Hahn weiter.