564 - Du bist aber groß geworden
Als Jugendliche nach der Konfirmation habe ich viel in der Gemeinde mitgearbeitet. Ich habe so das erste Mal in einer Band gespielt, ohne wirklich was zu können, habe Jugendgottesdienste mitgestaltet und viele tolle Freizeiten mitgemacht. Und ich habe eine Jungschargruppe geleitet, also eine Gruppe Kinder, die sich einmal in der Woche trifft, zusammen spielt, singt, etwas über Gott, Kirche und Glauben erfährt und einfach zusammen Spaß hat. Meine Jungschargruppe mochte ich sehr gerne, auch wenn sie sich in zwei Teile teilte. Da waren einmal die Zicken, vier bis fünf Mädchen, die wohl schon mit sieben oder acht sowas wie Pubertät hatten. Und dann war da noch der Rest, die Mädels und Jungs, die mir sehr ans Herz gewachsen sind und mit denen ich teilweise bis heute noch Kontakt habe.
Eines der Mädchen fährt sehr häufig auf Freizeiten, so dass wir uns so in den letzten Jahren begegnet sind. Sie war in der Jungschar immer eine sehr ruhige Person, hat sich aber total toll entwickelt. Ein anderes Mädchen habe ich zwar persönlich aus den Augen verloren, bin aber bei Facebook mit ihr befreundet. Außerdem sehe ich ab und zu noch ihren Vater oder ihre Stiefmutter.
Und dann ist da noch ein Mädchen, dass bis heute Kontakt zu mir hält. Sie ist die jüngere Tochter meines Lieblingspfarrers und somit auch sehr mit der Gemeinde verbunden. Sie habe ich lange Zeit begleitet, zuerst in der Jungschar, dann auf Freizeiten als Teilnehmerin, dann auf dem Konfiseminar und bei ihrer Konfirmation und anschließend als Jugendmitarbeiterin. Ich weiß nicht, wie oft ich zu ihr, halb im Spaß und halb im Ernst, gesagt habe: "Man, bist du groß geworden!"
Vor einem Jahr hat sie ihr Abi gemacht und ist als AuPair unterwegs gewesen. Jetzt fängt sie an zu studieren. Unser Kontakt im Moment ist nicht sehr eng, wir gratulieren uns gegenseitig zum Geburtstag und tauschen uns aus, wenn wir uns sehen. Heute hat sie mir eine Glückwunschmail geschrieben, da sie wohl von ihrem Vater von unserer Hochzeit und meiner Schwangerschaft erfahren hat. Das ist so süß und auch total schön.
frau_baehr am 28. August 15
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563 - Harry Potter-Lesechallenge - Crucio
Deutsche Schnulzromane lese ich anscheinend besonders schnell, denn ich habe den ersten Band
Rocky Mountain Yoga von Virgina Fox neuer Serie durch. Virgina Fox schreibt tolle Bücher, zumindest die
Drachenschwestern-Trilogie mag ich sehr, sehr gerne. Vielleicht auch nur, weil Lance so toll ist.
Jetzt aber zurück zu Rocky Mountain Yoga, ein Buch, dass sehr gut zu meiner Lesechallenge passt. Bei der aktuellen Aufgabe geht es darum ein Buch zu lesen, in welchem der Hauptcharakter an Schmerzen leidet. Diese Schmerzen können psychisch oder physisch sein, Liebeskummer zählt also auch.
Wirklich Liebeskummer hat die Hauptfigur Jasemine aber gar nicht. Sie zieht nach Independence zu ihrer Großmutter, um ihrem Exfreund zu entkommen. Mit diesem lief es sowieso schon eine ganze Weile nicht mehr so gut, nachdem sie aber mitbekommen hatte, dass er in Waffenschiebereien verwickelt ist und auch noch zwei bewaffnete Kerle auf sie hetzte, ergreift sie die Flucht.
In Independence, einer Kleinstadt in den Rocky Mountains, fühlt sie sich gleich wohl. Die Einwohner kümmern sich umeinander und wissen quasi alles voneinander. So findet Jasemine auch sehr schnell Anschluss. Sie freundet sich mit Paula, der Besitzerin der Nachbarsranch, an, obwohl diese sie bei ihrer ersten Begegnung mit einer Waffe bedrohte. Außerdem verliebt sie sich schnell in Jake, Paulas Bruder und Sheriff (oder so ähnlich) der örtlichen Polizei.
Alles scheint gut zu sein, bis ihre Vergangenheit sie einholt. Ihr Exfreund ist ihr nach Independence gefolgt, schießt auf sie und fährt sie mit dem Auto an. Kaum hat sie sich von diesem Unfall erholt, tauchen die beiden Kerle wieder auf, die sie schon zu Beginn bedroht hatten, und schlagen sie brutal zusammen. Jasemine erholt sich nur langsam von ihren Verletzungen und leidet vor allem darunter, dass sie kein Yoga machen kann. Yoga, was ja auch im Titel auftaucht, ist Jasemins Lebensinhalt. Sie, oder besser gesagt ihre Großmutter, plant ein Yogaresort in Independence, Jasemine selbst eröffnet ein Yogastudio.
Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn es sich nicht mit den Drachenschwestern-Büchern messen kann. Trotzdem mag ich die Figuren und ab und an ist es sehr nett eine seichte Geschichte zu lesen. Independence gefällt mir auch sehr gut, erinnert mich sehr stark an das gilmorsche Stars Hollow.
frau_baehr am 27. August 15
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562 - Rumgerotze
In meinem Training sind neben mir drei weitere Teilnehmer und ein Trainer. Zwei der Teilnehmer haben eine Erkältung oder sowas, dass eine werden will. Einer von beiden schneuzt sich seit gestern fast dauerhaft die Nase, immer und immer wieder in das gleiche Stofftaschentuch. Ich finde Stofftaschentücher sowieso bäh, seins muss aber nach einiger Zeit wirklich eklig gewesen sein.
Was ich aber wirklich eklig finde, ist sein Schneuzablauf, wenn man das so nennen kann. Er schneuzt sich in das eklige Stofftaschentuch, stopft es in die Hosentasche und wischt sich dann den restlichen Rotz mit der Innenfläche seiner Hand von der Nase. Wääääh, wie kann man nur so eklig sein? Und genau mit dieser Hand öffnet er die Tür, fasst also die Türklinke an und nimmt sich belegte Brote von der Platte beim gemeinsamen Mittagessen.
Dieses Verhalten ist eigentlich eine Garantie, dass alle anderen im Raum die Bazillen und Vieren (ich bin mir immer nicht sicher was genau bei so einer Erkältung dabei ist) abbekommen. Super, meine Abwehr ist ja grade sowieso nicht die beste. Auf eine Erkältung habe ich gar keine Lust, vor allem wegen dem Schnupfen. Das ist die schlimmste Krankheit, die man so bekommen kann, zumindest von den Alltagskrankheiten. Und da ich zur Zeit ja kein Nasenspray verwenden darf, nur Meerwasserspray (und seien wir mal ehrlich, da kann ich es gleich sein lassen), würden zumindest die Nächte zur Hölle werden.
Hoffen wir also, dass ein Wunder geschieht und ich nichts abbekommen habe. Vielleicht hilft ja auch das häufige Händewaschen.