Mal wieder ein Buch, dass zur Lesechallenge passt, endlich. Diesmal ging es darum, ein Buch zu lesen, in dessen Handlung sich Personen bekriegen. Genau dies passiert in
Sternenmond, dem dritten Teil der Colors of Life Reihe, von Mella Dumont. Auch hier empfiehlt es sich die ersten beiden Bände gelesen zu haben, damit man die Handlung versteht und die Entwicklungsgeschichte der Personen kennt.
Der dritte Band ist vorerst (Mella Dumont denkt wohl darüber nach weiterzuschreiben und macht hierzu auch Umfragen in den sozialen Netzwerken) der letzte Band dieser Reihe, so dass die Geschichte erstmal zu einem Abschluss kommt. Ganz unblutig und ohne Opfer geht es auch diesmal nicht zu. Im Vordergrund steht diesmal der Wagner-Clan und sein Führer Siegbert, welcher Lina schon in den ersten beiden Bänden das Leben schwer gemacht hat. Ein Teil von Leos Familie ist der Ansicht, dass Siegbert gestürzt werden muss und sich die Führung grundsätzlich ändern sollte.
Lina und Leo bleiben von den Machenschaften natürlich nicht verschohnt und werden zum Instrument und schlußendlich sogar als Kanonenfutter verheizt. Doch keine Sorge, natürlich überleben die beiden. Neben diesem Klan-Krieg haben die beiden aber noch viele andere Herausforderungen zu meistern, beide stehen kurz vor dem Abschluss ihres Studiums und müssen noch einige Prüfungen bestehen, eine Bachelorarbeit schreiben und einen Masterstudienplatz ergattern.
Auch Angie, Linas sehr kompetente Freundin, taucht in diesem Band wieder auf und spielt eine etwas größere Rolle als zuvor. Das hat mir recht gut gefallen, lenkt es doch ein wenig von dem gesülze zwischen Lina und Leo ab. Leo ist nach wie vor absolut nicht mein Typ, viel zu glatt und arrogant. Und das er Lina immer wieder mit "Liebes" anspricht, bringt mich schon fast auf die Palme.
Ich habe die nächsten Tage ein Training in Amsterdam, auf Englisch mit einem Trainer aus den USA. Er spricht keinen sehr starken Akzent, so dass er gut zu verstehen ist, aber er spricht extrem langsam. Wir haben drei Tage, für jeden Tag sind vier Module geplant. Jetzt ist es 14h, wir sitzen seit 10h beisammen und haben gerade mal das erste Modul geschafft. Offiziell geht der Kurs bis 18h heute, die anderen Tage ganz locker von nine to five. Ich bezweifel aber, dass wir in diesem Tempo fertig werden.
Lustigerweise erwähnte er direkt bei seiner Vorstellung, dass er ja üblicherweise am letzten Tag etwas früher fertig werden würde. Hinge von den gestellten Fragen ab und davon, wie schnell wir die Übungen absolvieren. Das hätte auch immer geklappt, nur eben in dem Kurs in Tokio nicht. Die hätten ihn bestimmt nicht so gut verstanden, deswegen hätte das so lange gedauert. Puh, ich glaube schlecht verstehen kann ihn niemand, so langsam wie er spricht. Ich bin gespannt wie lange wir brauchen werden.
Bereits Freitag habe ich den dritten Band der
Outlander-Reihe Voyager von Diana Gabaldon zu Ende gelesen. Und auch hier ging es mir wie bei den beiden ersten Teilen, es ist einfach zu lang. Am Ende ertappte ich mich immer wieder bei dem Gedanken: "Muss dass jetzt noch passieren? Hätte das Buch nicht hier schon enden können?"
Ansonsten ist es aber typisch kitschig romantisch, wie auch die beiden ersten Teile. Claire kehrt ins 18. Jahrhundert zu Jamie zurück und die beiden sind, trotz 20 Jahren Trennung, noch so verliebt wie zu Beginn. Natürlich führt Jamie immer noch kein ruhiges Leben, wird weiterhin von der britischen Krone gesucht und macht dunkle Geschäfte. Auch über seine Vergangenheit spricht er nicht mit Claire, so dass diese erst im Laufe der Zeit herausbekommt, dass Jamie noch einen Sohn hat.
Zu diesem Sohn hat er aber keinen Kontakt, hingegen ist Ian, der jüngste Sohn seiner Schwester, für ihn zu einem Ersatzsohn gekommen. Als Ian entführt wird, weil er für Jamie einen Auftrag ausführt, nehmen Claire und Jamie die Verfolgung auf. Und diese führt quer über den Atlantik in die Karibik.
Man hat das Gefühl, dass das ganze Buch auf dem Schiff spielt, obwohl ich nicht sagen könnte, was genau dort passiert. Claire wird zwischenzeitlich von der britischen Marine entführt, findet aber zu Jamie zurück. Das alles, wie immer, durch viele Zufälle.
Zufall ist auch, dass sie in der Karibik auf alte Bekannte stoßen. Mir ist das schon fast zu viel Zufall und ein bisschen an den Haaren herbeigezogen, das alles so zusammenkommt. Aber genau sowas gehört, glaube ich, zu so einer Art Buch, ebenso wie die Schmachtereien und die schreckliche Verliebtheit von Jamie und Claire.
Mir reicht es jetzt erstmal, ich muss zwischendrin mal was anderes lesen. Der vierte Band muss erstmal warten.