Donnerstag, 10. September 2015
577 - Umstandsbadeanzug
Ich passe seit gut zwei Wochen nicht mehr in meinen Badeanzug. Das ist ein Sportbadeanzug, super zum schwimmen. Er ist hochgeschlossen am Hals und drückt die Brust etwas platt. Einen Schönheitswettbewerb kann man mit ihm nicht gewinnen, aber das will ich ja auch gar nicht. Ich will etwas beim Schwimmen anhaben, dass nicht rumschlabbert oder rutscht. Gerade beim Abstoßen vom Beckenrand habe ich im Bikini immer wieder das Gefühl, dass es mir die Hose auszieht und die Brüste freilegt.

Die letzten zwei Wochen war ich im Bikini schwimmen. Wie oben erwähnt ist das so absolut nicht mein Ding. Kein Problem, dank Internet sollte man ja recht schnell einen guten Ersatz für den Badeanzug finden. Dachte ich zumindest. Es ist doch ein Problem, denn es gibt fast nur Tankinis. Der Sinn eines Tankinis in der Schwangerschaft erschließt sich mir nicht. Warum muss der Bauch durch labberig herunterhängenden Stoff bedeckt werden? Warum gibt es nicht Schwangerschaftsbikinis? Schwangere zeigen doch so gerne ihren Bauch, oder etwa nicht?

Einen Tankini möchte ich eigentlich nicht. Da habe ich ja das gleiche Problem wie beim Bikini, rutschende Hose. Und ob das Oberteil dort bleibt wo es soll, weiß ich auch nicht. Umstandsbadeanzüge gibt es wenige, viele sehr hässlich und fast alle mit einem riesigen Ausschnitt. Hinzu kommt noch die Schwierigkeit, dass jeder Hersteller von einem enormen Brustwachstum ausgeht. Es gibt fast nur Größe 38 in Kombination mit Körbchengröße D. Was soll ich denn da alles reintun? Meine Brüste haben immer noch Originalgröße und die ist von D doch noch etwas entfernt.

Ich werde wohl erstmal in den sauren Apfel beißen und weiterhin im Bikini schwimmen gehen. Das ist zwar nicht so toll, ist aber wenigstens einer den ich gerne mag und der (wenn man sich nicht grade abstößt) gut sitzt.



Mittwoch, 9. September 2015
576 - Kopfschmerz, Gymnastik und Bewegung
Seit Tagen habe ich Kopfschmerzen. Nicht stark, aber beständig. Ich befürchte, dass sie vom Rücken kommen. Meine Schultern sind auf jeden Fall schon wieder total verspannt. Gestern beim Schwimmen habe ich gemerkt, dass ich meinen linken Arm gar nicht so bewegen kann wie ich das müsste.

Jetzt sitze ich ja den ganzen Tag am Rechner, das ist für den Rücken schonmal gar nicht gut. So langsam fängt auch der Bauch an zu wachsen, das geht ja auch auf den Rücken, die ganze Haltung verändert sich. Also müsste ich da gegenarbeiten. Die Hebamme hat mir Tipps gegeben, welche Gymnastikübungen ich am besten machen sollte. Außerdem würde mir viel Bewegung sicher gut tun. Hört sich theoretisch auch super an, praktisch bekomme ich aber den Arsch nicht hoch. Ich bin einfach so müde jeden Tag, kann aber am Wochenende auch nicht ausschlafen, weil ich immer früh wach werde. Nach der Arbeit habe ich auch keine Lust mehr, verschiebe einen Spaziergang oder sowas immer auf den nächsten Tag. Ein Teufelskreis sozusagen aus dem ich nicht rauskomme. Das nervt mich. Herr Baehr ist da auch überhaupt keine Hilfe. Er kann nicht gut motivieren und ist selbst sehr bequem. Das ist eine ganz schlechte Kombination. Aber ich muss mich bewegen, sonst endet das böse.



Dienstag, 8. September 2015
575 - Gelesen 2015 - Rocky Mountain Dogs
Schon vor ein paar Tagen habe ich den dritten Teil der Rocky Mountains-Serie Rocky Mountain Dogs von Virgina Fox zu Ende gelesen. Dieser dritte Teil hat mir bisher am besten gefallen. Das liegt sicherlich an der Hauptperson, Jasemins Freundin Kathrina, die von allen nur Kat genannt wird.

Nachdem Kat als letzte der drei Freunde in Seattle zurückgeblieben ist und dort recht einsam ist, denkt sie darüber nach ebenfalls alles zusammenzupacken und nach Independence zu ziehen. Ausschlaggebend für einen Umzug ist schließlich die Kündigung durch ihren Vermieter, nachdem sie eine trächtige Dogge aufgenommen hat. Kat bricht also alle ihre Zelte in Seattle ab und macht sich mit einem geliehenen Wohnmobil und ihren beiden Hunden auf den Weg nach Independence.

Als Stadtmensch unterschätzt sie das Wetter in den Rockys gewaltig und kommt in einem Schneesturm von der Straße ab. Wie es der Zufall passiert ihr das direkt vor Sams Haus, der sie spontan bei sich aufnimmt. Sam ist ein Bruder von Jake, spielt Eishockey bei den Colerado Avalanche und wohnt nicht dauerhaft in Independence. Deswegen bietet er auch Kat an, als Untermieterin bei ihm zu wohnen.

Kat kommt zu Beginn nicht wirklich mit Sams Art klar, immer wieder fällt er ihr auf die Nerven, obwohl er sich so viel Mühe gibt es ihr gerade recht zu machen. Hinzu kommt, dass sie in der Nähe des Hauses einen verletzten Hund findet, kurz darauf einen zweiten. Die sonst so hilfreichen Menschen in Independence schweigen, als Kat versucht herauszufinden woher die verletzen Hunde kommen. Und so beginnt Kat ganz alleine zu recherchieren.

Kat gefällt mir von den bisher vorkommenden Hauptfiguren am besten. Sie ist nicht die typische Frau, kann auch mal zupacken und ist sich nicht zu schade den Dreck der Hunde wegzuputzen. Aber auch ein anderer Punkt hat mir hier gefallen, es fehlte die Dramatik. In den letzten beiden Bänden ist schon so viel passiert, dass es für mich zu viel gewesen wäre, wenn auch Kat wieder ein schlimmer Verbrecher aufgelauert hätte.

Ich bin gespannt, wie sich der vierte Teil der Reihe macht, in welchem es um Paula und ihr Findelkind Lesley gehen wird. Ich hoffe auch hier, dass es nicht wieder zu viel Dramatik gibt.