Samstag, 19. September 2015
586 - Schwere Krankheit
Herr Baehr hat Schnupfen und ist deswegen extrem krank. Donnerstag fing es an, seine Nase lief wie verrückt. Normalerweise geht er mit sowas arbeiten und stört sich nicht so arg daran. Diesmal ist es aber irgendwie total anders. Er ist daheim geblieben und leidet seitdem. Vor die Tür geht er nicht, duschen auch nicht. Seit drei Tagen erzählt er mir wie schlimm das ist und wie krank er ist. Aus der Apotheke braucht er aber nichts, wozu denn?

Abgesehen von einer zunen Nase und ein bisschen Husten ist er fit. Zumindest fit genug um Computer zu spielen, stundenlang. Oder in der Küche ein Rollo aufzuhängen. Aber rausgehen ist ihm zu viel. Auch die Geburtstagsfeier seiner besten Freundin heute Abend lässt er ausfallen. Ich finde sein Verhalten sehr merkwürdig, kenne ihn so nicht. Sollte er Montag nicht arbeiten gehen muss ich ihn mal zur Rede stellen.



Freitag, 18. September 2015
585 - Harry Potter-Lesechallenge - Zusatzaufgabe Phönix
Gestern Abend habe ich dann doch noch Liebeserklärung an das Leben von Lana N. May zu Ende gelesen. Dieses Buch passt ganz gut zur Zusatzaufgabe Phönix der Harry Potter-Lesechallenge, eine Person verändert sich im Verlauf des Buches sehr stark.

Luisa und Matt lernen sich zu Studienzeiten kennen und verlieben sich ineinander. Alles läuft super zwischen ihnen, sie brauchen eigentlich kaum mehr als den anderen zum leben. Ihr Glück ist vollkommen, als ihre Tochter zur Welt kommt. Leider verlieren sie diese sehr früh wieder, Clara stirbt in einem Brand. Ab dem Tag des Todes ihrer Tochter hört auch Luisa auf zu leben und vegetiert nur noch vor sich hin. Auch ihre Beziehung zu Matt ist eingeschlafen, sie empfindet einfach gar nichts mehr. Ihr einziger Wunsch ist es, ihre Tochter wiederzusehen.

Luisa entschließt sich, sich das Leben zu nehmen und versucht sich selbst zu vergiften. Doch der Tod hat etwas dagegen und bittet sie immer wieder um einen neuen Tag, den er mit ihr verbringt. Luisa besteigt mit dem Tod, ein junger attraktiver Mann, einen Berg, schwimmt mit ihm durch einen See und unternimmt schließlich mit ihm einen Roadtrip durch Italien. Der Tod möchte Luisa zeigen wie schön das Leben ist und macht Dinge mit ihr, die sie schon immer mal machen wollte. Luisa kommt immer mehr aus ihrem Schneckenhaus raus und erkennt wieder, was das Leben doch alles schönes für sie bereithält. Doch die Entscheidung, ob sie leben will oder nicht, hält sie weiterhin offen.

Mir hat das Buch nur mittelmäßig gefallen. Es war nicht schlecht, aber auch nicht so, dass es mich vom Hocker gerissen hätte. Ich finde die Figur des Todes etwas merkwürdig, werde mit ihm nicht warm. Außerdem kann ich immer so extreme Liebespaare nicht verstehen, nur aufeinanderhängen ist so gar nicht meins. Trotzdem ist das Buch nett, lässt sich schnell lesen und hat eine tolle Kernaussage.



Donnerstag, 17. September 2015
584 - Es kann ja nur noch besser werden
Heute ist definitiv nicht mein Tag. Ich hab bescheiden geschlafen und bin um kurz vor sechs wach geworden, obwohl ich noch eine halbe Stunde hätte schlafen können. Aber das Baehrenkind hatte da was gegen, war schon aktiv und hatte es sich auf meiner Blase bequem gemacht. So eine halbe Stunde ist verkraftbar, war aber der Anfang allen Übels.

Herr Baehr war gestern schon leicht schnupfig, heute Nacht hat er so stark geschnarcht und geschnauft, dass ich es nicht neben ihm ausgehalten hatte und ins Gästezimmer ausgewandert war. Natürlich ist er heute krank, richtig fetter Schnupfen. Zum Glück ist er ein pflegeleichter Patient, hat bis eben geschlafen. Trotzdem ist es nur noch eine Frage von Stunden (wahrscheinlich) bis ich es auch habe. Schnupfen bekomme ich ja immer und jetzt mit dem schwächeren Imunsystem bin ich doch der beste Kandidat dafür es auch zu bekommen. Kopfweh ist schon da.

Das Training, dass ich heute habe, ist ein virtuelles. Und weil es so lustig ist wählt sich jeder per Telefon ein. Finde ich schonmal ätzend, wenn man ein Tool wie WebEx nutzt, warum dann nicht gleich so, dass auch der Ton mitkommt? Acht Stunden dauertelefonieren ist mit der Telekom auch nicht möglich, die trennen einfach nach zwei Stunden. Das scheint bei anderen Teilnehmern auch der Fall zu sein, denn ständig quäkt eine Frauenstimme dazwischen, dass jemand den Call verlassen hat oder wieder hinzugekommen ist.

Die Übungen zu dem Training, die ja vielleicht ganz interessant wären, gehen leider auch nicht. Allgemein fehlt etwas, insbesondere in meiner Umgebung fehlt alles. Immerhin, einen Teil konnte ich machen. Wegen Unwissenheit habe ich es jetzt aber zerstört und keine Lust umständlich über ein Chatfenster die Trainer zu fragen. So wichtig ist das auch nicht, vielleicht lasse ich es auch einfach sein.

Und da mich das nicht schon genug nervt und aufregt, vielleicht bin ich auch etwas empfindlich, ist es mit einigen Bekannten auch schwer. Herrn Baehrs beste Freundin hat vor ein paar Wochen ihr Kind bekommen und feiert jetzt am Wochenende ihren Geburtstag. Es ist das erste Mal, dass wir uns seit der Geburt sehen und deswegen wollte ich nicht nur der Mutter etwas schenken, sondern auch dem Baby. Ich kenne das nur so, wenn ein Kind auf die Welt kommt schenkt man etwas, am Besten fragt man vorher nach, was gebraucht wird. Da man zu mehreren ja besser schenken kann, weil mehr Geld, habe ich zwei befreundete Paare gefragt, ob sie mitschenken möchten. Vorschläge was man schenken kann hatte ich auch gemacht, hatte ja schließlich Herrn Baehrs beste Freundin angerufen und gefragt, was sie noch benötigen. Es hat ewig gedauert, bis geantwortet wurde, irgendwer hat vorgschlagen eine Windeltorte zu verschenken. Super Idee finde ich, ich hab aber keine Zeit bis Samstag Abend eine zu basteln. Der Rest scheint das nicht als Option zu sehen, sie hätten eine gekauft, aber so spontan wird da keine mehr hergestellt. Deswegen meinte jetzt eine der Frauen (die den ganzen Tag daheim ist), wir sollten doch einfach nur eine Kleinigkeit fürs Kind schenken und hauptsächlich was für die Mutter, es wäre ja schließlich ihr Geburtstag. Die Kleinigkeit ist eine Spieluhr, so gewünscht. Finde ich zur Geburt etwas mager und würde es gerne dann nur mit Herrn Baehr schenken. Wenn ich das jetzt aber sage gibt es Streit und ich bin die blöde. Ich finde aber nach wie vor, dass man zur Geburt was schenkt, die anderen meinen es wäre ja keine Babyparty und deswegen wäre eine Kleinigkeit angemessen.

Ach, alles doof heute. Ich sollte direkt ins Bett gehen, muss aber noch bis 19 Uhr arbeiten. Welch Freude.