Nein, nicht getrennt, eine Pizza und einen Salat, sondern tatsächlich Pizza mit Salat. Das gab es heute Abend für mich zu essen und es war richtig lecker. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt, wurde aber beim bestellen von Herrn Baehrs Schwester darauf aufmerksam gemacht. Zum Glück, es ist wirklich zu empfehlen. Das könnten andere Lokale gerne auch einführen.
Mich macht es ja irgendwie wahnsinnig, dass ich nicht weiß, was das Baehrenkind wird. Ständig träume ich, dass es auf die Welt gekommen ist und die Krankenschwestern es sofort anziehen und mir sagen, dass ich zumindest die Windel auch erstmal nicht abmachen darf. Wenn ich dann frage, welches Geschlecht das Baehrenkind hat, damit ich ihm einen Namen geben kann, bekomme ich immer wieder zu hören, dass ich mich überraschen lassen soll. Das macht mich wahnsinnig.
Das man sich aber nicht auf das verlassen kann, was die Ärzte so meinen zu erkennen, hat jetzt die Studienfreundin bewiesen. Mittwoch schrieb sie mir, dass am Abend vorher ihr Sohn zur Welt gekommen wäre. Und dabei sollte der auf jeden Fall ein Mädchen werden. Darauf hatten sie sich auch vorbereitet, zum Glück nicht zu extrem. Aber sie hatten nur einen Mädchennamen und mussten dann schnell überlegen. Einen schönen Namen haben sie mittlerweile gefunden. Trotzdem bin ich froh, dass wir für beide Fälle gerüstet sind. Ich kann ja so schlecht unter Druck entscheiden. Auch beim nächsten Kind werden wir uns wieder für beide Geschlechter etwas überlegen. Jetzt aber erstmal das eine Überraschungsei auf die Welt bringen.
Zu Weihnachten und zum Geburtstag wünsche ich mir von meinen Eltern immer ein "gutes" Buch. In diesem Jahr war es zum Geburtstag
Das Haus in der Rothschildallee von Stefanie Zweig. In diesem Buch wird das Leben der jüdischen Familie Sternberg während des ersten Weltkriegs beschrieben. Der Vater ist sehr distanziert, sicher nichts ungewöhnliches zu dieser Zeit, und kennt seine Kinder kaum. Die Mutter versucht allen gerecht zu werden, man gewinnt jedoch den Eindruck, dass sie ganz in ihrer eigenen Welt lebt. Und so wachsen die Kinder auch mehr oder weniger für sich auf und erzählen den Eltern recht wenig. So verabschieder sich der Älteste auch nicht, als er in den Krieg zieht. Bitter für die Eltern, die nur einige Monate später die Nachricht von seinem Tod erhalten.
Ich muss ehrlich sagen, ich hatte am Anfang Schwierigkeiten mich in das Buch hereinzufinden. Es kommt streckenweise kein Erzählfluss auf und ich musste manche Sätze doppelt lesen. Trotzdem ein Buch, dass mir gefallen hat. Besonders die Beschreibung der Orte und der Bräuche in Frankfurt. Da findet sich vieles wieder, was auch in meiner Familie so noch gelebt wird. Bei uns wird zum Beispiel auch an Neujahr immer Sauerkraut gegessen, damit man im kommenden Jahr Geld hat.