Meine Hebamme hatte mich gefragt, ob ich mit ihr eine Schulklasse besuchen würde, in der sie Aufklärungsunterricht macht. Sowas mache ich ja gerne, Grundschulkinder sind immer noch so putzig. Also war ich heute dort, eine vierte Klasse mit sehr interessierten Kindern. Und einige waren erstaunlich gut informiert, konnten sogar erklären, wie eine künstliche Befruchtung funktioniert. Das hätte ich in dem Alter nicht gekonnt.
Als Highlight hat meine Hebamme mich dann untersucht und den Kindern genau erklärt, wie sie ohne viele Geräte erkennen kann wie es dem Baehrenkind geht. Unter anderem hat sie nochmal getastet und festgestellt, dass der Kopf sehr tief sitzt. Finde ich nicht schlimm, so weiß ich, dass es wohl wirklich mit dem Kopf voran raus möchte und sich nicht mehr drehen will. Die Herztöne des Baehrenkinds haben wir dann auch noch kurz angehört und dann auch noch das Geräusch der Nabelschnur. Das fanden die Kinder besonders spannend.
Ich fand es ein schönes Erlebnis und denke, dass es denn Kindern auch gut gefallen hat. Ich finde es super, dass meine Hebamme so den Aufklärungsunterricht unterstüzt.
Mit
Mondscheinblues schrieb Katrin Koppold sozusagen eine Fortsetzung zu ihrer Sternschnuppen-Reihe. Schon als ich die Beschreibung des Buches gelesen habe, habe ich mich gefragt, ob die Hauptprotagonistin Nina, die Nina aus der Sternschnuppenreihe ist. Und tatsächlich ist sie es. So bekommt man im Laufe des Buches wenigstens noch ein bisschen von den Baum-Geschwistern aus der Sternschnuppen-Reihe mit.
Nina ist, wie wir bereits wissen, rastlos. Erst ein Praktikum in London, dann eine eigene Modefirma in Berlin, anschließend ein Job im Reisebuchverlag ihres Vaters und jetzt ein Job bei einer Frauenzeitschrift in München, ihrer Heimatstadt. Da sie so rastlos ist, wohnt Nina wieder bei ihrer Mutter, versucht sich aber mal wieder etwas neues aufzubauen. Sie möchte unbedingt zur Resortleiterin Reise befördert werden und muss dazu ihre Konkurrentin ausstechen. Da trifft es sich ganz gut, dass diese ihre Hochzeit platzen lässt und ihre Hochzeitsreise nicht antreten wird. Die Hochzeitsreise sollte als Grundlage für eine Reportage für die Zeitschrift dienen und wurde von dieser finanziert. Doch irgendwer muss fahren und so wird Nina auf diese Reise geschickt. Mangels eines Partners sucht sie sich aus einem Modelkatalog eine Reisebegleitung aus.
Tom sieht jedoch gar nicht mehr so aus, wie auf den Bildern der Modelagentur. Er ist eher der Typ Waldschrat, langer Bart, tätowierter Arm, ruppiger Kerl. Nina wird zuerst nicht warm mit ihm und auch Tom findet Nina, die ständig auf ihre Figur achtet, total neurotisch. Doch man kann es sich schon denken, die beiden kommen sich auf ihrer "Hochzeitsreise" näher und lernen den anderen so lieben, wie er ist. Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht.
Es ist, wie schon die Bücher der Sternschnuppen-Reihe, ein klassischer Liebesroman mit dem typischen Happy End (ich denke, hier verrate ich nicht zu viel). Trotzdem mag ich den Schreibstil von Katrin Koppold. Sie schafft es immer wieder sympathische Charaktere zu erschaffen und das ganze nicht zu kitschig werden zu lassen.
Ich bin es nicht gewohnt guten Gewissens nichts zu tun. Auf dem Sofa sitzen, fernsehen, stricken, lesen oder sogar tagsüber schlafen machen mir ein schlechtes Gewissen. Ich habe das Gefühl, ich muss jeden Tag etwas im Haushalt tun. Schließlich hab ich ja frei. Hinzu kommt, dass ich diese Woche ja Urlaub habe und der Mutterschutz erst nächste Woche anfängt. Da sagt mein Gewissen, dass ich ja eigentlich hätte arbeiten gehen müssen/können und ja auch fit genug bin. Andererseits habe ich immer noch Schmerzen im Unterbauch und bin total erledigt. Ich werde auch immer wieder angesprochen, ob mit mir alles ok ist, weil ich so fertig aussehe. Wie schön wäre es, wenn ich ein Zwischending finden könnte, dann was im Haushalt machen, wenn ich Lust habe und ohne schlechtes Gewissen rumzusitzen. Das wäre schön, gut, dass ich noch sieben Wochen habe.