Herr Baehr hat einen Schnupfen angeschleppt. Es ist, zum Glück, diesmal kein kompletter Männerschnupfen, aber fast. Er kann nur schlafen, stundenlange Badsitzungen abhalten und Computer spielen. Ich hasse es, wenn er krank ist. Da ich ja daheim bin könnten wir auch Zeit miteinander verbringen. Obwohl ich ja versuche mich nicht anstecken zu lassen. Aber auch das ist bei Herrn Baehr schwierig, der nimmt nicht wirklich Rücksicht und verteilt seine Bazillen gleichmäßig auf der oberen Etage (also zwischen Bett, Klo und Computer). Ich versuch jetzt alles, es abzuwenden, hoffentlich gelingt es.
Meine Hebamme hatte mich gefragt, ob ich mit ihr eine Schulklasse besuchen würde, in der sie Aufklärungsunterricht macht. Sowas mache ich ja gerne, Grundschulkinder sind immer noch so putzig. Also war ich heute dort, eine vierte Klasse mit sehr interessierten Kindern. Und einige waren erstaunlich gut informiert, konnten sogar erklären, wie eine künstliche Befruchtung funktioniert. Das hätte ich in dem Alter nicht gekonnt.
Als Highlight hat meine Hebamme mich dann untersucht und den Kindern genau erklärt, wie sie ohne viele Geräte erkennen kann wie es dem Baehrenkind geht. Unter anderem hat sie nochmal getastet und festgestellt, dass der Kopf sehr tief sitzt. Finde ich nicht schlimm, so weiß ich, dass es wohl wirklich mit dem Kopf voran raus möchte und sich nicht mehr drehen will. Die Herztöne des Baehrenkinds haben wir dann auch noch kurz angehört und dann auch noch das Geräusch der Nabelschnur. Das fanden die Kinder besonders spannend.
Ich fand es ein schönes Erlebnis und denke, dass es denn Kindern auch gut gefallen hat. Ich finde es super, dass meine Hebamme so den Aufklärungsunterricht unterstüzt.
Mit
Mondscheinblues schrieb Katrin Koppold sozusagen eine Fortsetzung zu ihrer Sternschnuppen-Reihe. Schon als ich die Beschreibung des Buches gelesen habe, habe ich mich gefragt, ob die Hauptprotagonistin Nina, die Nina aus der Sternschnuppenreihe ist. Und tatsächlich ist sie es. So bekommt man im Laufe des Buches wenigstens noch ein bisschen von den Baum-Geschwistern aus der Sternschnuppen-Reihe mit.
Nina ist, wie wir bereits wissen, rastlos. Erst ein Praktikum in London, dann eine eigene Modefirma in Berlin, anschließend ein Job im Reisebuchverlag ihres Vaters und jetzt ein Job bei einer Frauenzeitschrift in München, ihrer Heimatstadt. Da sie so rastlos ist, wohnt Nina wieder bei ihrer Mutter, versucht sich aber mal wieder etwas neues aufzubauen. Sie möchte unbedingt zur Resortleiterin Reise befördert werden und muss dazu ihre Konkurrentin ausstechen. Da trifft es sich ganz gut, dass diese ihre Hochzeit platzen lässt und ihre Hochzeitsreise nicht antreten wird. Die Hochzeitsreise sollte als Grundlage für eine Reportage für die Zeitschrift dienen und wurde von dieser finanziert. Doch irgendwer muss fahren und so wird Nina auf diese Reise geschickt. Mangels eines Partners sucht sie sich aus einem Modelkatalog eine Reisebegleitung aus.
Tom sieht jedoch gar nicht mehr so aus, wie auf den Bildern der Modelagentur. Er ist eher der Typ Waldschrat, langer Bart, tätowierter Arm, ruppiger Kerl. Nina wird zuerst nicht warm mit ihm und auch Tom findet Nina, die ständig auf ihre Figur achtet, total neurotisch. Doch man kann es sich schon denken, die beiden kommen sich auf ihrer "Hochzeitsreise" näher und lernen den anderen so lieben, wie er ist. Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht.
Es ist, wie schon die Bücher der Sternschnuppen-Reihe, ein klassischer Liebesroman mit dem typischen Happy End (ich denke, hier verrate ich nicht zu viel). Trotzdem mag ich den Schreibstil von Katrin Koppold. Sie schafft es immer wieder sympathische Charaktere zu erschaffen und das ganze nicht zu kitschig werden zu lassen.