Sonntag, 10. Januar 2016
689 - Alle warten
So langsam werden die ersten ungeduldig, was die Ankunft des Baehrenkindes angeht. Mein Vater sitzt auf glühenden Kohlen und ist wohl jederzeit bereit loszufahren. Total schön zu hören, wie er sich freut. Auch Herrn Baehrs Eltern werden ungeduldig. Herr Baehr rief sie heute an um sie für das nächste Wochenende zum Essen einzuladen. Seine Mutter hatte kaum abgehoben, da kam schon die Frage, ob es "der" Anruf ist. Meine Schwester hingegen hat noch ein paar Urlaubstage und hofft, dass das Baehrenkind an einem ihrer geplanten Tage kommt. Die Schwägerin horchte gestern per WhatsApp nach, wie der Stand der Dinge ist. Nur Herr Baehr und ich sind noch recht ruhig. Es könnte zwar jetzt losgehen, aber bis zum Termin sind es ja noch drei Wochen. Die kann das Baehrenkind ruhig auch noch verbrauchen, jeder Tag länger ist besser.



Samstag, 9. Januar 2016
688 - Bilder aussortieren
Ich fotografiere sehr gerne. In letzter Zeit leider weniger, trotzdem hat sich über die Jahre eine ganze Menge an Bildern angesammelt. Jetzt habe ich aber so ein Problem dabei diese Menge in den Griff zu bekommen, denn ich kann so schlecht Bilder löschen. Also behalte ich einmal die Version, die ich von der Kamera kopiert habe und dann noch einen Ordner mit den aussortierten Bildern. Das ist total schräg, denn selbst die aussortierten Bilder schaue ich mir nicht oder nur sehr selten an. Die nicht aussortierten Bilder schaue ich mir gar nicht an.

Herr Baehr findet diese Angewohnheit äußerst störend. Vor allem weil ich meine Bilder sehr gerne auf seinem NAS sichern würde. Das möchte er aber nicht, denn ich würde ja ziemlich viel Platz für alle meine Bilder brauchen. Deswegen bin ich jetzt gezwungen sie auszusortieren bzw. mich von den Ordnern mit den nicht aussortierten Bildern zu trennen. Das wird ein schwerer Schritt, aber ich sehe ein, dass es notwendig ist. Besser so, als irgendwann mal alles verlieren.



Freitag, 8. Januar 2016
687 - Gelesen 2016 - Die Kinder aus Nummer 67 - Band 3 und 4
Direkt im Anschluss an die ersten beiden Bände habe ich Die Kinder aus Nummer 67 - Band 3 und 4 von Lisa Tetzner gelesen. Im dritten Band erzählt Lisa Tetzner die Geschichte von Erwin, wie er über Belgien und Frankreich nach Schweden kommt und wie er dort ein neues Leben beginnt. Im vierten Band wird dann die Auswanderung von Mirjam und ihrer Tante beschrieben, die leider ein trauriges Ende nimmt.

Erwin flüchtet mit seinem Vater, der aus einem Konzentrationslager entkommen konnte. Zuerst nach Belgien, da sie dort aber nicht geduldet werden, fliehen sie weiter nach Paris. In Paris macht Erwin sich auf die Suche nach Mirjam, denn die soll dort mit ihrer Tante leben. Nach einigen Rückschlägen gelingt es Erwin tatsächlich Mirjam ausfindig zu machen. Doch die gemeinsame Zeit ist begrenzt, denn Mirjam und ihre Tante haben eine Schiffspassage nach Südamerika gebucht. Da Mirjam ihren Hund Piddel nicht mitnehmen kann schenkt sie ihn Erwin. Piddel wird schnell für Erwin ein treuer Begleiter.

Da Erwins Vater in Paris keinen Job findet, wandert die beiden, vermittelt von Mirjams Tante, nach Lappland aus. Dort kommen sie bei einem netten Ehepaar unter, Erwin lernt schnell die neue Sprache und findet neue Freunde. Auch sein Vater findet dort Arbeit. Zu ihrem Glück fehlen den beiden nur noch die Mutter und die Geschwister, doch das Geld ist knapp und eine Reise für die Mutter sehr teuer.

Im vierten Band wird die Auswanderungsgeschichte von Mirjam und ihrer Tante erzählt. Die Tante, in den ersten Bänden noch etwas unsympathisch und kinderfeindlich, entwickelt sich mit der Zeit zu einer sehr sympathischen und netten älteren Dame. Ihr liegt vor allem das Wohl Mirjams am Herzen und deswegen wandert sie auch mit ihr nach Südamerika aus. Die beiden haben eine Schiffspassage gebucht, müssen aber schnell feststellen, dass die teure Passage nicht den Luxus bereit hält, den sie erwartet haben. Sie kommen im Frachtraum in provisorisch gezimmerten Kabinen unter, das Schiff scheint nicht mehr das neuste zu sein. Doch die anderen Mitreisenden sind nett und so entsteht schnell eine Gemeinschaft, in der vor allem Mirjam bei den anderen Kindern schnell Anschluss findet.

Durch Zufall erhält Mirjam die Fürsorge für die kleine Ruth, die während der Überfahrt ihre Mutter verloren hat. Mirjam kümmert sich fortan um die Kleine und auch ihre Tante setzt alles daran das Überleben des fremden Kindes zu sichern und es mit ihnen gemeinsam an Land zu bringen. Doch leider ist es für die Passagiere nicht so einfach in die Südamerikanischen Länder einzureisen, denn die wollen eigentlich gar keine Flüchtlinge aus Europa mehr aufnehmen. Und so bleiben viele Leute länger an Bord als geplant, immer in der Hoffnung doch noch ein Land zu finden, dass sie aufnimmt. Doch dann kommen sie in einen Sturm und das Schiff geht unter.

Wie auch die ersten beiden Bände habe ich diese beiden Bände zügig durchgelesen. Natürlich ist es ein Kinder- und Jugendbuch und das merkt man an einigen Stellen. Mir macht das aber nichts aus. Wie auch die ersten beiden Bände sind diese sehr lesenswert.