Freitag, 29. Januar 2016
708 - Gelesen 2016 - Gelber Krokus
In Gelber Krokus von Laila Ibrahim wird die Geschichte von Elizabeth und ihrer Amme Mattie erzählt. Elizabeth, die von ihren Freundinnen und ihrer Amme nur Lisbeth genannt wird, kommt Mitte des 19. Jahrhunderts zur Welt. Natürlich stillt ihre Mutter sie nicht selbst, da dies unnatürlich ist und so bekommt sie eine Amme. Mattie ist eine der Sklavinnen, die schon sehr lange auf der Farm von Lisbeths Eltern arbeitet und lebt. Ihr Sohn ist drei Monate älter als Lisbeth und muss seit deren Geburt nun ohne seine Mutter auskommen. So sehr Mattie sich am Anfang gegen Lisbeth und das Leben im Haus gesträubt hat, so sehr liebt sie Lisbeth auch mit der Zeit. Aber auch für Lisbeth ist Mattie mehr als nur eine Amme.

Die Jahre vergehen und Lisbeth wird älter. Trotzdem bleibt Mattie im Haus wohnen und hilft Lisbeth beim an- und auskleiden, beim waschen und bei allen weiteren Verrichtungen, bei denen sie benötigt wird. Außerdem beaufsichtigt sie Lisbeth die meiste Zeit und so kommt es, dass Lisbeth auch die Sklavenquatiere kennenlernt und so auch Matties Familie. Lisbeth versteht nicht, warum ein Unterschied zwischen den Weißen und den Schwarzen gemacht wird. Für sie ist Samuel, Matties Sohn, genauso ein geeigneter Spielkamerad, wie ihre anderen Freunde.

Doch die Skalven sind schon lange nicht mehr glücklich mit ihrem Leben und so fliehen erst Matties Ehemann und Samuel und später auch Mattie mit ihrer mittlerweile geborenen Tochter Jordan. Lisbeth ist sehr traurig über Matties Weggang, versteht jedoch immer mehr je älter sie wird, warum Mattie so gehandelt hat. Als Lisbeth schließlich heiraten soll fast sie einen folgenschweren Entschluss.

Mir hat das Buch recht gut gefallen. Lisbeth ist zwar etwas naiv und verschließt zuerst die Augen vor den Problemen und dem Leid der Sklaven. Als ihr dieses jedoch bewusst wird handelt sie sehr mutig und sehr spontan. Beim lesen habe ich mich immer wieder gefragt, wann denn nun das große Unglück für Lisbeth oder für Mattie kommt, denn viele Bücher sind ja leider so aufgebaut. Doch so ist es hier nicht, es geht einfach mal für beide gut aus.



Donnerstag, 28. Januar 2016
707 - Herr Baehr früher und heute
Würde man michbfragen, ob Herr Baehr und ich heute anders aussehen als vor elf Jahren, als wir uns kennengelernt haben, würde ich wahrscheinlich antworten: "Ein bisschen." Für mich trifft das in der Tat zu, ich sehe schon seit meiner Teeniezeit so aus wie heute. Vielleicht sehe ich jetzt etwas erwachsener aus, aber stark verändert habe ich mich nicht. Herr Baehr dagegen hat eine komplette Verwandlung durchgemacht, das ist mir gar nicht so bewusst gewesen. Doch das Bild, dass eine gemeinsame Freundin heute beim stöbern in ihren Bildern von uns gefunden hat, beweist es eindeutig. Als ich ihn kennenlernte war er doch recht schlank. Und sehr jung. Jetzt ist er eher der Typ Bär, zu klein für sein Gewicht, Vollbart und gar nichts jungenhaftes mehr. Welche Version mir besser gefällt weiß ich nicht. Ein paar Kilo weniger würden ihm sicher gut tun, das jungenhafte brauche ich aber absolut nicht mehr. Viel wichtiger aber ist, dass sein Charakter sich über die Jahre kaum verändert hat. Er ist er selbst geblieben und genau diese Werte zählen für mich tausendmal mehr als sein Aussehen.



Mittwoch, 27. Januar 2016
706 - Termin nicht getroffen
Gestern hatte Herr Baehrs Vater Geburtstag. Seit er wusste, dass das Baehrenkind Ende Januar kommen soll, war er fest davon überzeugt, dass es an seinem Geburtstag kommt. Als wir dann gestern mit ihm telefonierten, um zu gratulieren, fragte er natürlich auch nach dem aktuellen Stand. Das Baehrenkind will aber wohl einen eigenen Tag als Genurtstag haben. Mal schauen wie viele Tage der Opa dann letztendlich "daneben" lag.