Dienstag, 15. März 2016
754 - Viel unterwegs, viel Milch
Heute hatte ich echt viele Termine und überall musste das Baehrenkind mit hin. Im Auto schläft sie zuverlässig ein. Und heute hat sie dann einfach weitergeschlafen, vier Stunden am Stück. Meine Brust hat in der Zeit Milch für zwei Baehrenkinder produziert. Und während ich die eine Brust verfüttert habe, ist es aus der anderen rausgelaufen wie verrückt. So schlimm, dass ich bis zum Bauchnabel nass war. Man lernt ja aus Fehlern, also habe ich mich beim nächsten Stillen nach nochmals vier Stunden mit Tüchern bedeckt und die rauslaufende Milch aufgefangen. Wenn das so weiter geht habe ich bald nur dadurch eine Mahlzeit zusammen, die ich einfrieren kann.



Montag, 14. März 2016
753 - Gelesen 2016 - Warum französische Kinder keine Nervensägen sind
Meine Mutter hat mir in den letzten Monaten sehr oft von dem Buch Warum französische Kinder keine Nervensägen sind von Pamela Druckerman erzählt. Sie war total begeistert von dem Buch und meinte, dass sie meine Schwester und mich ja auch französisch erzogen hätte. Ich war etwas skeptisch und hatte eigentlich keine Lust einen Erziehungsratgeber zu lesen. Außerdem ist meine Mutter ein großer Frankreichfan und mag alles was mot Frankreich zu tun hat. Vor kurzem hat sie das Buch dann mitgebracht und ich hab es gelesen. Und ich muss meiner Mutter zustimmen, es ist gut.

Pamela Druckerman lernt ihren Mann Simon in Paris kennen. Er ist Brite, aufgewachsen in den Niederlanden, sie ist Amerikanerin. Als ihre Tochter, die sie nur Bean nennen, zur Welt kommt, stellen sie fest, dass französische Babys und Kinder ganz anders sind als ihr eigenes. Französische Kinder sind gute Esser, selbst im Restaurant benehmen sie sich und bestellen wie die Erwachsenen ein Gericht von der Karte. Sie schlafen mit drei Monaten durch, helfen beim backen und sind irgendwie selbstständiger. Pamela Druckerman begibt sich auf die Suche nach dem Erziehungsgeheimnis der Franzosen und beschreibt dies in ihrem Buch.

Was machen Franzosen nun anders als Amerikaner? Sie haben den cadre, einen festen Rahmen von Regeln in dem das Kind sich frei bewegen darf. Sie schreiben Kindern nicht vor was sie schon früh zu lernen haben, sondern lassen sie selbst die Welt entdecken. Der wichtigste Punkt aber ist vielleicht, dass sie Kinder wie Erwachsene behandeln. Ein Wesen, dass eine eigene Meinung hat, welche man auch hören möchte.

Nachdem ich das Buch gelesen habe muss ich meiner Mutter zustimmen. Es ist wirklich gut. Oft muss man schmunzeln und aneinigen Stellen erkennt man selbst sich wieder. Und meine Mutter hatte auch recht, dass wir sehr französisch erzogen wurden. Auch bei uns gab es einen Regelrahmen, meine Eltern haben uns immer mit einbezogen und unsere Meinung angehört. Und auch beim Essen gab es keine Extrawürste. Es wurde gegessen was auf den Tisch kam oder eben nicht. Dadurch essen meine Schwester und ich auch fast alles und probieren auch immer wieder das, was wir nicht so mögen.



Sonntag, 13. März 2016
752 - Tagsüber schlafen
Obwohl das Baehrenkind die letzten Nächte wirklich gut geschlafen hat, bin ich ziemlich müde. Also habe ich es heute mal wieder mit einem Mittagsschlaf probiert. Eine halbe Stunde unruhig schlafen habe ich hinbekommen. Das Geschrei des Baehrenkindes hallt eben doch durchs ganze Haus, da kann ich nicht fest schlafen. Nach der halben Stunde Schlaf fühle ich mich aber noch gerädeter als vorher. So geht es mir eigentlich immer, wenn ich tagsüber eine Weile schlafe. Das ist irgendwie so gar nicht erholsam, also mache ich es nicht. Verstehen kann das keiner und dementsprechend bekomme ich das ständig vorgeworfen. Vielleicht wäre es ja was anderes, wenn ich mal zwei Stunden am Stück fest schlafen könnte, aber das ist mit so einem Brüllaffen und einem leicht überforderten Mann nicht drin.