Man merkt es kaum, aber es geht mit unserem kleinen Brülläffchen doch tatsächlich bergauf. Sie schreit weniger seit ein paar Tagen. Dafür ist sie vor allem tagsüber recht ausgeglichen, spielt für eine Weile mit dem Spielebogen. Wirklich spielen kann man es noch nicht nennen, eigentlich fuchtelt sie unkontrolliert mit den Armen und stößt dabei immer wieder Dinge an, die Herr Baehr dort befestigt hat. Besonders angetan hat es ihr ein Knisterbuch. Mit diesem "beschäftigt" sie sich bis zu einer halben Stunde ohne zu meckern.
Ich bin wirklich froh, dass es jetzt besser wird und hoffe so sehr, dass es auch so bleibt. Das viele schreien war wirklich eine Belastung. Für unsere Nerven und unsere Beziehung. Immer wieder sind wir aneinander geraten, weil wir beide nicht mehr weiter wussten. Das macht die Sache natürlich noch schlimmer und hilft gar nicht weiter. Aber es geht einfach manchmal nicht anders. Jetzt ist hoffentlich bald mehr Zeit für ein "normales" Familienleben mit einem glücklichen Kind.
Ich hatte Lust mal wieder einen Krimi zu lesen und bin deswegen auf
Granat für Greetsiel von Dirk Trost gestoßen.
Jan de Fries ist ehemaliger Anwalt, hat sich aber zur Ruhe gesetzt und lebt jetzt in Greetsiel. Er genießt seine Freiheit, ohne Frau und ohne Arbeit. Ab und an fährt er auf dem Krabbenkutter seines Freundes Uz mit und verdient sich seinen Lebensunterhalt mit dem Zeichnen von Tatoos. Sein Leben verändert sich aber schlagartig, als er und Uz bei einer Krabbentour eine Frauenleiche aus dem Meer ziehen. Die Kriminalpolizei geht von einem Segelunfall aus. Daran möchte Jan de Fries aber nicht glauben, ebenso die Schwester der Toten nicht. Diese beauftragt Jan de Fries als Anwalt dem Tod ihrer Schwester auf den Grund zu gehen. Kurz darauf taucht ein weiterer Toter auf. Und als wären diese Ermittlungen nicht genug, tritt plötzlich auch noch Jan de Fries Tochter in sein Leben, die er bisher nur am Tag ihrer Geburt gesehen hat.
Wirklich super fand ich diesen Krimi nicht, hatte ich mir doch Ähnlichkeiten mit den Nele Neuhaus-Krimis erhofft. Daran reicht dieses Buch aber nicht heran. Trotzdem ist es gut zu lesen und es bleibt bis zum Ende hin spannend. Mir war nicht von Anfang an klar wer nun der Mörder ist und wie alles zusammenhängt. Das Jan de Fries nicht immer den Helden spielt und oft legale Wege geht gefällt mir besonders gut. Denn ich mag es nicht, wenn die Hauptfigur eines Buches meint, dass das Gesetz für sie nicht gilt.