Ich weiß nicht, warum ich damals so verückt war und Französisch als Leistungskurs genommen habe. Ich konnte zwar einigermaßen Französisch sprechen, aber sicher nicht so gut wie alle anderen in dem Kurs, die auch schon vorher andere Schulfächer in Französisch hatten. Noch unerklärlicher ist mir mittlerweile, wie ich überhaupt ein lausiges Pünktchen in den Klausuren ergattern konnte, da wir in dem Kurs Bücher wie
Kandide oder die beste aller Welten von Voltaire gelesen haben.
Ich erinnere mich noch, dass Kandide eines der ersten Bücher war, die wir in diesem Kurs gelesen haben. Ich konnte mich aber kaum noch an den Inhalt erinnern und hatte deswegen beschlossen es nochmal zu lesen, diesmal aber auf Deutsch. Das macht die Sache aber nicht besser, vor allem wenn man es Nachts beim stillen liest. An sich ist das Buch ja ein wenig wirr, Kandide reist ständig von einem Ort zum anderen und immer passiert ihm etwas furchtbares. Und dann trifft er wie durch ein Wunder immer wieder durch Zufall totgeglaubte Personen wieder.
Ich kann gar nicht sagen, ob mir das Buch gefallen hat oder nicht. Es ist auf jeden Fall ein Klassiker, den noch viele Schüler nach mir und den sicher auch schon viele Schüler vor mir gelesen haben.
Jeder Supermarkt hat Eltern-Kind-Parkplätze, schön breit, damit man das Ungetüm von Aautositz auch aus dem Auto bekommt. Und nah am Eingang, damit man das 100 Kilo schwere Gesamtpaket von Baby und Sitz und Ddecke und Spielzeug nicht einmal quer über den Parkplatz schleppen muss. Nur leider sind diese Plätze nie frei, genauso wie die Behindertenparkplätze. Man muss also immer schauen, wie man mit Baby und seinem ganzen Zubehör bis zur Eingangstür oder den Einkaufswagen kommt. Meist sind es auch gar keine Eltern oder Behinderten, die dort parken. Meist sind es junge Männer mit gesunden Beinen, die auch gut mal ein paar Schritte mehr gehen könnten.
Heute dann aber das Erlebnis, beide verfügbaren Plätze waren frei. Da weiß man ja gar nicht wo man parken soll. Und gleichzeitig realisiert man, dass es in 12 Wochen das erste Mal ist, dass man so einen Parkplatz ergattern konnte. Schon traurig.
Herr Baehr ist von der Arbeit genervt. Ich kann nicht alles nachvollziehen was er sagt. Wenn ich nachfrage oder etwas erwidere heißt es gleich, dass ich ja auch gegen ihn bin und ihm vorwürfe mache. Dazu kommt, dass das Baehrenkind motzt und nicht einschlafen will. Mal sehen was da noch so kommt. Vielleicht sollte ich direkt ins Bett gehen.