Sonntag, 24. April 2016
794 - 12 Wochen
Das Baehrenkind ist heute 12 Wochen alt geworden. Eine magische Grenze, wie man so oft hört. Wissenschaftler behaupten ja, dass wir Babys eigentlich 12 Wochen zu früh zur Welt bringen. Wirklich bewiesen ist das aber nicht. Außerdem soll ja nach 12 Wochen die Schreierei besser werden. Bei manchen verschwindet das wohl sogar schlagartig. Vielleicht nicht auf den Tag genau, aber so um die Zeit.

Und was haben wir in den letzten 12 Wochen erlebt? Viele Hochs und Tiefs auf jeden Fall. Das Baehrenkind hat mich in den ersten Wochen sehr viel Kraft gekostet, die schwere Geburt, die schlimme Brustentzündung, der Eisenmangel und natürlich das viele Schreien. Außerdem habe ich die ersten Wochen sehr wenig geschlafen, war die ersten Tage fast dauerhaft wach. Dazu kamen die starken Schmerzen beim stillen. Und ja leider auch mein Problem fas Baehrenkind zu lieben. Wir haben aber auch unglaublich schöne Momente erlebt, sehr viel mit ihr gekuschelt. Ihr erstes Lachen genoßen und uns an ihrer Freude beim baden erfreut. Sie ist unglaublich süß und hat alle Großeltern verzaubert. Und sie kann mittlerweile total schön alleine spielen.

Und die Schreierei? Die haben wir immer noch. Es gibt gute Tage, es gibt schlechte Tage und es gibt ganz schlimme Tage. Irgendwie meistern wir die, auch wenn es unglaublich viel Kraft gekostet hat und sicherlich auch noch kosten wird. Ich hatte viel auf die 12. Woche gesetzt, gehofft, dass es sich bis dahin ausgeschlichen hat. Das ist leider nicht der Fall, es ist eher wieder schlechter geworden. Ich weiß nicht wie lange es noch geht, hoffe aber, dass es bald ein Ende nimmt. Herr Baehr stellte heute aber fest, dass wir mittlerweile schon ganz gut im beruhigen sind. Wir kennen die Tricks und Kniffe und wissen wie wir sie zum schlafen überreden können.

Aber das allerwichtigste, wir lieben dieses Kind abgöttisch.



Samstag, 23. April 2016
793 - Anstehen für eine Nummer
Wir haben eine Küche aus dem schwedischen Möbelhaus. Leider ist der Backofen teilweise kaputt, Umluft funktioniert nicht mehr, es wird nicht mehr richtig warm. Auf der Homepage des Möbelhauses steht, dass man sich an das vor Ort wenden soll. Also sind wir heute dort hin und haben gewartet und gewartet und gewartet bis wir endlich dran waren. Und was haben wir bekommen? Einen Zettel mit einer Nummer, bei der wir den Fehler melden sollen. Ich kam mir leicht verärmelt vor, warum schreibt man die Nummer nicht direkt auf die Homepage?



Freitag, 22. April 2016
792 - Gelesen 2016 - Die unbeugsame Händlerstochter
Heute Morgen ist das Baehrenkind wohl aus Versehen eingeschlafen. Und das so fest, dass es mir gelungen ist Die unbeugsame Händlerstochter von Ellin Carsta zu Ende zu lesen. Ein historischer Roman, der mir richtig gut gefallen hat. Er kommt zwar nicht an die Romane von Rebecca Gablé heran, geht aber in diese Richtung.

Elisabeth ist die Tochter eines kölner Tuchhändlers. Sie geht bei ihrem Vater in die Lehre und beginnt grade die ersten Geschäfte für ihn abzuschließen. Da taucht plötzlich ihr Zwillingsbruder Stephen wieder auf, der von seinen Lehrmeistern in Augsburg gefeuert und des Diebstahls bezichtigt wurde. Sowohl der Vater als auch Elisabeth trauen Stephen nicht und wollen ihn nicht in ihre Geschäfte einbeziehen. Als den Vater auch noch der Schlag trifft ist Elisabeth auf sich gestellt und muss das Geschäft alleine führen und sich vor allem gegen Stephen zur Wehr setzen. Zuerst hat sie ihre Schwierigkeiten damit, doch es gelingt ihr immer besser. Doch der nächste Schicksalsschlag wartet schon.

Wie so oft in Büchern ereilt die Protagonistin ein Schicksalsschlag nach dem nächsten. Hier ist es jedoch nicht so, dass es sie besonders hart trifft oder sie sich immer wieder von unten hocharbeiten muss, was mir gut gefällt. Ich mag es nicht, wenn die Geschichte einer Person sozusagen wellenförmig verläuft, es ist alles gut, dann ist alles schlecht, dann wieder gut und so weiter.

Ich hatte die ganze Zeit auch gedacht, dass ich genau wüsste, was noch passiert und musste dann bei 95% gelesenen Buchs feststellen, dass ich auf dem Holzweg war. Und genau das hat mir ganz gut gefallen, denn das Buch war eben nicht so absehbar wie ich dachte. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung.