Montag, 30. Mai 2016
830 - Schreibaby - Jetzt auch offiziell
Das Baehrenkind ist jetzt also offiziell ein Schreibaby und ich bilde mir nichts ein oder bin ein schwacher Mensch. Wir hatten heute U4 und ich schilderte dem Arzt, wie so der Alltag mit ihr ist und wie viel sie schreit. Natürlich war sie bei dem Termin wieder das Vorzeigebaby, schön ruhig und einigermaßen entspannt. Nur lachen wollte sie diesmal mit dem Arzt nicht, anscheinend erinnert sie sich daran, dass der sie beim letzten Mal so fies gepiekt hat.

Ich war froh, dass der Arzt so auf mich eingegangen ist und mir mehrmals gesagt hat, dass er mir glaubt und ich mir da keinen Kopf machen soll. Außerdem soll ich versuchen nicht auf das zu hören, was andere so sagen. Das ist gar nicht so leicht, aber er hat mich in einigem gestärkt. Unter anderem soll ich auf jeden Fall weiterstillen und brauch nichts zufüttern, auch wenn das Baehrenkind etwas leichter ist als der Durchschnitt. Sie ist ja sonst kerngesund und das ist wichtig.

Wegen dem Schreien hat er mich jetzt an eine Beratungsstelle verwiesen. Er sagt, dass das Baehrenkind wahrscheinlich eine Regulationsstörung hat. Bei der Beratungsstelle gibt es eine Frau, die auf solche Fälle spezialisiert ist und mir hoffenltich helfen kann. Ich werde auf jeden Fall morgen einen Termin vereinbaren.



Sonntag, 29. Mai 2016
829 - Körperliche Folgen
So ein Baby ist anstrengend, ein Schreibaby erst recht. Grade heute haben Herr Baehr und ich darüber gesprochen, was wir alles versucht haben um das Baehrenkind zu beruhigen. Bei mir hat das mittlerweile auch körperliche Folgen. Ich habe Knieschmerzen vom vielen aufstehen, hinsetzen, am Boden knien und wippend auf und ab zu gehen. Mein Rücken tut weh, mein Bandscheibenvorfall macht Probleme. Das kommt weniger vom vielen tragen, sondern eher vom vielen rumsitzen und schaukeln auf dem Sofa. Außerdem hab ich mal wieder Herzstolperer, das ist gruselig. Ich muss ganz dringend einen Termin beim Kardiologen machen. Das sind nur die größeren körperlichen Probleme, von den vielen Kratzern wollen wir gar nicht sprechen. Und von den seelischen Schmerzen erst recht nicht.



Samstag, 28. Mai 2016
828 - Erdbeere
Das Baehrenkind hat heute Erdbeere gegessen. Ich glaube, es ist eigentlich noch zu früh dafür, aber sie war interessiert und deswegen habe ich es einfach mal probiert. Ich habe ihr die Erdbeere hingehalten und sie dran lecken lassen. Fand sie wohl lecker, denn sie hat meine Hand zu ihrem Mund geführt und wie wild auf der Erdbeere rumgelutscht. Zwischenzeitlich hatte ich Angst, dass mir die Erdbeere aus den Fingern flutscht und in ihr verschwindet, was sicherlich nicht gut gewesen wäre. Deswegen habe ich sie immer mal wieder aus dem Mund gezogen. Das fand aber das Baehrenkind nicht so toll, sie wollte immer weiter "essen". Am Schluss war die Erdbeere schön platt und ein Teil hat auch gefehlt. Ich denke, geschadet hat es ihr nicht und bisher sieht es so aus, dass sie es auch ganz gut vertragen hat. Und es hat ihr Freude bereitet und das ist zur Zeit enorm wichtig. Denn wenn das Baehrenkind glücklich ist bin ich es auch.