837 - Schreibaby - Man verpasst so viel
Vor ein paar Tagen hat ein befreundetes Paar ihr erstes Kind bekommen. Die beiden sind überglücklich und es ist ein süßes kleines Kerlchen. Heute postete der Vater im Gesichtsbuch ein Bild von den Füßen des Kleinen, die unter einer Decke hervorlugen. Total süß, solche Bilder mag ich, solange sie nicht übertrieben kitschig sind. Doch solche Bilder gibt es vom Baehrenkind nicht. Einerseits natürlich weil sie ein Winterkind ist und wir ihr immer mindestens ein Paar Socken angezogen haben, da sonst die Gefahr bestand, dass die Winzfüße abfrieren. Aber auch heute wäre es noch sehr schwer so ein Bild zu machen, denn das Baehrenkind hält im Wachzustand nicht ruhig. Und schlafen funktioniert ja leider nach wie vor nur im Klammergriff auf dem Arm oder eben nachts fest ins Pucktuch eingewickelt.
Und an diesem kleinen Beispiel ist mir wieder aufgefallen wie viel wir doch verpassen. Vor allem verpassen wir Zeit, die wir eigentlich zu dritt genießen sollten, aber nicht können. Denn immer die Angst im Nacken zu haben, dass die nächste Brüllattacke bevorsteht, lässt einen nicht mehr entspannt sein und Dinge genießen. Es ist so schade, aber wir können es nicht ändern und ich will das Baehrenkind ja auch nicht ändern. Ich wünsche mir nur so sehr, dass sie bald mit sich und der Welt im reinen ist und nicht mehr so schlimm weinen muss. Denn ich denke für sie ist es am allerschlimmsten.
frau_baehr am 06. Juni 16
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836 - Vergessen
Vor lauter Hochzeitsvorbereitungen habe ich vergessen einen Eintrag zu schreiben. Oder ist es doch die Stilldemenz? Immerhin ist es mir beim nächtlichen stillen eingefallen.
frau_baehr am 06. Juni 16
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835 - Krank
Mein Körper streikt, ich glaube, ihm ist alles zu viel geworden. Ich lieg mit Magen-Darm und über 40 Fieber flach. Das kann ich jetzt, eine Woche vor der Hochzeit, noch weniger gebrauchen als sonst. Zum Glück ist Herr Baehr da und kümmert sich um das Baehrenkind und mich.
frau_baehr am 04. Juni 16
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834 - Ich kann es nicht mehr hören
Das Baehrenkind schreit und schreit und schreit. Ich kann es so langsam wirklich nicht mehr hören, es ist grausam. Grausam für sie und für mich. Ich kann ihr nicht helfen, weiß nur ungefähr was sie so zum weinen bringt. Sie ist müde, schafft es aber nicht zu schlafen, also schreit sie und wird davon noch müder. Ein Teufelskreis aus dem wir nur ab und an ausbrechen, wenn ich sie festgeklammert im Arm halte, so dass sie sich nicht mehr bewegen kann, auf und ab wiege und immer wieder Shhhh-Geräusche mache. Und das Baehrenkind ruhig im Arm zu halten ist fast unmöglich, denn sie hat Kraft, extrem viel Kraft.
Meine körperlichen Reserven sind am Ende, mir tut alles weh und es wird immer schlimmer. Auch Kraft habe ich einfach keine mehr. Ich hoffe so sehr, dass wir das ganze bald geschafft haben, denn wir leiden alle sehr. Klar sind die paar Monate nichts im Vergleich zu ihrem Leben, dass sie noch vor sich hat und vielleicht werde ich irgendwann zurückblicken und sagen, dass es ja eigentlich nur eine kurze Zeit war. Aber es ist eine Zeit in der man durch die Hölle geht und keinen Ausweg findet.
frau_baehr am 03. Juni 16
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