Mittwoch, 15. Juni 2016
846 - Nett sein
Herr Baehr und ich haben leider das Problem, dass wir oft miteinander nicht nett umgehen. Wir giften uns wegen jeder Kleinigkeit an und fühlen uns angegriffen, wenn der andere was sagt. Normale Kommunikation ist kaum noch möglich. So kann das ja nicht weiter gehen und so hab ich gestern ganz klar gesagt, dass sich was ändern muss oder ich aufgebe. Jetzt sind wir heute beide bemüht und besonders nett zueinander. Herr Baehr hat mir einen Milchshake gemacht und lecker gekocht, ich beantworte alle seine Fragen ausführlich und versuche nicht zu kritisieren. Einerseits ist es total anstrengend, andererseits tut es auch sehr gut.



Dienstag, 14. Juni 2016
845 - Endlich Hilfe
Gestern warwn wir bei einer Beratungsstelle. Die Dame dort ist auf Schreibabys spezialisiert. Sie bestätigte die Regulationsstörung beim Baehrenkind. Jetzt machen wir eine Videoanalyse, um herauszufinden wie wir dem Baehrenkind helfen können.

Mir hat es unglaublich gut getan mit jemandem zu reden, der auf solche besonderen Kinder spezialisiert ist und mir keine dämlichen Tipps gibt. Hinterher war ich ganz schön ausgelaugt und heute hab ich ständig geheult. Ich denke aber, dass es in die richtige Richtung geht.



Montag, 13. Juni 2016
844 - Der Abnabelungsprozess beginnt
Bisher hat das Baehrenkind nur Milch getrunken, Muttermilch um genau zu sein. Somit war sie komplett von mir abhängig und ich konnte und kann mich kaum von ihr entfernen. Mittlerweile hat sie einen sehr festen Rhythmus und das macht mich doch ein wenig mehr unabhängig, der richtige Abnabelungsprozess beginnt aber jetzt, denn das Baehrenkind bekommt jetzt Essen.

Ich habe es heute dann endlich geschafft den ersten Brei zu kochen. Mir war es wichtig, ihn selbst zu machen. Zum einen weiß ich dann genau was drin ist und zum anderen kann ich es in kleinen Portionen einfrieren und somit auch auftauen und muss nicht so viel wegwerfen. Mal sehen, ob ich bei diesem Modell bleibe, oder ob es mir irgendwann zu viel wird. Der Plan ist aber, dass sowieso das Baehrenkind nicht ewig Brei isst, sondern irgendwann anfängt das zu essen was wir auch essen.

Heute war es dann also soweit, dass sie den ersten Brei bekommen hatte. Der Plan war, dass Herr Baehr füttert, damit sie lernt, dass es auch von ihm etwas zu essen gibt. Ich konnte mich dann aber doch nicht zurück halten und wollte auch mal. Viel gegessen hat das Baehrenkind nicht, hat den Brei im Mund hin und her geschoben und dann aber doch geschluckt. Wir waren beide der Meinung, dass es ihr geschmeckt hat, zumindest hat sie am Ende sehr glücklich gelacht und das will bei unsererm kleinen Baehrenkind ja schon wirklich was heißen.