Samstag, 18. Juni 2016
849 - Spaßkuscheln
Das Baehrenkind hat mal wieder eine ausgeglichene Phase. Sie schreit weniger und schläft viel. Alleine einschlafen kann sie immer noch nicht, aber mit Hilfe geht es gut und ablegen kann man sie ab und an auch. Heute Abend nach dem Abendessen habe ich Herrn Baehr gezeigt, wie sie sich in Bauchlage hochstemmt. Wir lagen beide bei ihr auf ihrer Spieldecke und alberten mit ihr rum, nahmen sie in den Arm und knutschten sie ab. Solche Momente sind so toll und es ist so schön, wenn sie vor Freude jauchzt oder einen fröhlich angrinst.



Freitag, 17. Juni 2016
848 - Gelesen 2016 - Der Windel-Samurai
Die Frau des Patenonkels von Herrn Baehr schickte uns Der Windel-Samurai von Susanne Steffen. Herr Baehr wird, wie auch der Mann von Susanne Steffen, für längere Zeit in Elternzeit gehen. Unterschied zwischen den beiden ist aber, dass Susanne Steffens Ehemann Japaner ist und sie gemeinsam mit ihm in Japan lebt. Und dort ist es gar nicht üblich, dass Männer Erziehungsurlaub nehmen und vor allem schonmal nicht so lange wie Ryunosuke, Susanne Steffens Ehemann. Dieser arbeitet im Rathaus und hat sich in den Kopf gesetzt, dass eine Behörde die Vorgaben der Regierung auch umsetzen sollte und die Regierung hat schließlich kurz vor der Geburt der ersten Tochter beschlossen, dass auch Männer Erziehungsurlaub nehmen können.

Ryunosuke setzt also seinen Erziehungsurlaub durch und erlebt so einige kuriose Dinge. Die anderen Mütter akzeptieren ihn nicht wirklich als eine der ihren, sie möchten lieber mit seiner Freu Kontak haben. Auch im Schwimmkurs trauen sie ihm nicht zu die Tochter korrekt umzuziehen und bieten ihm immer wieder Hilfe an. Doch Ryunosuke möchte in dieser Welt bestehen und gibt sich große Mühe. So verbringt er teilweise halbe Nächte damit die Bento-Box (Frühstücksbox) für seine Tochter mit den süßesten Mangafiguren, geschnitzt aus Obst und Käse, zu versehen.

Susanne Steffen beschreibt in diesem Buch jedoch nicht nur die Erlebnisse ihres Mannes während des Erziehungsurlaubs, sondern erzählt auch so von ihrem Leben in Japan und von Dingen, die für uns Deutsche so ganz fremd sind. So gibt es in Japan zum Beispiel einen Klo-Gott und längst verstorbene werden, zwecks Ahnenpflege, in ihrer Urne per Kurier verschickt. Sie berichtet aber auch von dem schweren Erdbeben und dem Tsunami, welcher das Kraftwerk Fukushima zerstörte. Dass sie in ihren Beschreibungen ab und zu Klischees bedient und vieles etwas überspitzt beschreibt macht mir nichts.

Ich habe das Buch verschlungen. Ich bin sowieso ein Fan von solchen Berichten und hier wurde er sehr selbstironisch verfasst. Ich hätte gerne noch mehr aus dem Leben von Ryunosuke und seinem Erziehungsurlaub erfahren. Ich bin auf jeden Fall gespannt welche Erfahrungen Herr Baehr machen wird und wie für ihn die Rückkehr in den Arbeitsalltag wird.



Donnerstag, 16. Juni 2016
847 - Wie Großeltern
Herr Baehr hat eine Patentante und einen Patenonkel. Von beiden hat er immer wieder erzählt, von der Patentante nur eher nicht so nette Dinge. Soweit ich weiß haben weder er noch seine Eltern Kontakt zu ihr. Mit dem Patenonkel dagegen haben seine Eltern noch regen Kontakt. Der Patenonkel ist ein Studienkollege von Herrn Baehrs Vater und ein sehr guter Freund. Aber auch von seiner Frau reden sie immer wieder sehr positiv. Herr Baehr hat nicht viel Kontakt mit seinem Patenonkel, er ist ja nicht so gut im Kontakt halten. Aber ihm war es wichtig die beiden zur Hochzeit einzuladen.

Schon zur Geburt des Baehrenkindes hatten die beiden ein paar sehr schöne Ohrringe geschickt, die sie auf einer ihrer Reisen irgendwann mal gekauft hatten und für einen besonderen Menschen aufgehoben haben. Nun haben sie dem Baehrenkind zur Taufe auch einige tolle Geschenke gemacht. Unter anderem ein sehr schönes Märchenbuch aus ihrer privaten Sammlung. Die beiden waren während der Feier sehr herzlich und haben sich total gefreut das Baehrenkind auf dem Arm zu halten. Genau das haben sie auch per Mail nochmal zurückgemeldet.

Sie selbst haben keine Kinder und somit auch keine Enkel, nehmen aber regen Anteil an unserem und dem Leben des Baehrenkindes und wohl auch am Leben der Geschwister von Herrn Baehr. Für das Baehrenkind sind sie wohl fast sowas wie Großeltern. Es ist schön von so netten Menschen umgeben zu sein.