Donnerstag, 11. August 2016
903 - Männer und Damenhygieneartikel
Ich habe Herrn Baehr heute beauftragt Binden zu besorgen. Um es ihm nicht allzu schwer zu machen, habe ich ihn gebeten sich die akteulle Pakung abzufotografieren und genau im gleichen Geschäft zu kaufen. Eigentlich hatte ich ihn das schon gestern gebeten, da hatte er es aber vergessen. Da es heute dringender wurde, also nochmal eine Bitte und Erinnerung. Und der Hinweis, dass es ebensolche auch im Supermarkt gibt. Das war ein Fehler, wie sich dann herausstellte. Herr Baehr, völlig überfordert mit der großen Auswahl, kam mit Inkontinenzeinlagen und Slipeinlagen heim. Er war ein bisschen gefrustet, als ich ihm erklärte, dass das nicht das war was ich wollte. Da die Teile aber nicht schlecht werden, kommen sie jetzt einfach erstmal in den Badschrank. Und eigentlich ist es ja egal ob Inkontinenzvorlage oder Binde, Flüssigkeit ist Flüssigkeit.



Mittwoch, 10. August 2016
902 - Sehnsucht nach Mama
Wenn es mir nicht gut geht brauche ich meine Mama. Ja, ich bin Anfang 30 und somit eine erwachsene Frau, aber ich habe ein sehr enges Verhältnis zu meiner Mutter. Sie gibt mir Sicherheit und Geborgenheit. Nach einem Erlebnis wie dem gestern telefoniere ich in der Regel mit ihr. Sie kann an der Sache nix ändern, aber alleine ihre Stimme zu hören hilft. Jetzt saß sie aber gestern im Flieger in die USA und ich konnte sie nicht anrufen. Stattdessen habe ich mit Herrn Baehrs Mutter gesprochen, das ist aber was ganz anderes. Heute Mittag dann eine Nachricht von meiner Mutter, ich hatte ihr die ganze Sache per Whatsapp geschildert. Das hat mir gut getan, jetzt geht es mir etwas besser. Ich hoffe, dass ich für das Baehrenkind auch solch eine Rolle spielen darf und sie mich auch in 30 Jahren anruft, wenn sie Kummer hat.



Dienstag, 9. August 2016
901 - Beinahe Ohnmacht
Tante Rosa ist da und diesmal richtig. Ganz, ganz schlimm. Ich hab das Gefühl zu verbluten. Zum Glück kann ich die Menstruationstasse schon wieder verwenden. Das erleichtert es ein wenig.

Leider hat der hohe Blutverlust aber so seine Nebenwirkungen. Mein Kreislauf hat sich komplett verabschiedet. Das aber leider in dem Moment, als ich auf die Autobahn aufgefahren bin, mit dem Baehrenkind hinten drin. Zum Glück hab ich es noch an den Rand geschafft. Und dort bin ich dann geblieben bis mich Herrn Baehrs beste Freundin eingesammelt hat, von dort kam ich nämlich. Das war vielleicht ein Schreck, ich hätte das Baehrenkind umbringen können.

Mir war bewusst, dass es bei den ersten Malen schlimm wird, aber mit so schlimm hab ich nicht gerechnet. Die nächsten Tage fahre ich kein Auto. Und bleib daheim. Und lass mir helfen.

Ich bin Gott unglaublich dankbar, dass weder mir noch dem Baehrenkind etwas passiert ist. Da hatten wir einen Schutzengel mit im Auto.