932 - Stell ich mich an?
Tante Rosa ist das zweite Mal seit der Geburt zu Besuch. Das erste Mal hat sie mich ja total auseinander genommen, eine Woche Kreislaufprobleme und eine riesen Sauerei. Das hat mich total aus der Bahn geworfen und ich hab es auch die Woche danach noch sehr deutlich gespürt. Jetzt war ich grad wieder etwas erholt davon und schon kommt es wieder. Gut, 30 Tage sind ja eigentlich eine Zykluslänge über die man sich nicht beschweren darf, vor allem nach einer Geburt, wo ja alles noch durcheinander ist.
Doch auch diesmal ist es unschön. Es ist nicht so schlimm wie beim letzten Mal und der Blutverlust ist auch nicht so hoch. Der Schwindel und die totale Erschöpfung haben erst jetzt eingesetzt. Ich kann mir nicht vorstellen so ab Oktober arbeiten zu gehen, aber ich kann mich ja nicht immer wenn ich es habe für eine Woche krank melden. Jetzt frage ich mich, ob ich mich nur ein bisschen anstelle? Ist es vielleicht bei jeder Frau so und ich denke nur, dass ich ein Extremfall bin und meckere und pienze rum? Aber so direkt spricht man darüber ja auch nicht. Warum eigentlich nicht, wir Frauen sitzen doch alle im gleichen Boot, ist doch nix schlimmes?
Wirklich helfen kann mir mit meinem "Problem" auch keiner. Die Sprechstundenhilfe des Frauenarztes sagt mir, dass der Hausarzt für die Kreislaufprobleme zuständig ist. Außerdem muss der auch rausfinden, ob ich immer noch einen zu niedrigen Eisenwert habe. Für die starke Blutung wären sie als Frauenarzt dann aber wieder zuständig, das könnten wir beim nächsten Kontrolltermin Ende des Monats besprechen. Der Hausarzt sagte aber, als ich das letzte Mal mit meinen Problemen bei ihm war, dass er kein Gynäkologe ist und ich ins Krankenhaus gehen soll, wenns noch schlimmer wird. Nur da werden die lachen und genervt davon sein, dass ich ihre Zeit mit so einer Nichtigkeit stehle, obwohl sie Menschen dort haben, die wirklich Hilfe brauchen.
Das ist doch alles Mist. Ich futter jetzt ein bisschen Schokolade, das hilft vielleicht irgendwie.
frau_baehr am 09. September 16
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931 - Wo sind unsere Babys
Heute habe ich mich mit der Studienfreundin getroffen. Die Kinder, Babys kann man nicht mehr sagen, spielen jetzt schon in einer Art zusammen. Zumindest interessieren sie sich für das gleiche Spielzeug und zerren es sich entweder gegenseitig aus den Händen oder starren es gemeinsam an. Es ist wahnsinnig, wie schnell aus diesen beiden hilflosen Bündeln zwei Kleinkinder geworden sind. Der Sohn der Studienfreundin kann auch schon so viel und ist unglaublich groß. Und auch das Baehrenkind ist recht fit.
Ich werde fast schon ein wenig wehmütig, weil die Babyzeit so schnell rum gegangen ist. Und weil wir da so viel verpasst haben durch die Schreierei. Andererseits freue ich mich über die unglaubliche Entwicklung, die das Baehrenkind gemacht hat. Darüber, dass sie immer mehr sie selbst sein kann, weil sie selbstbestimmt handeln kann. Es ist so schön zu sehen, dass sie sich mit dem Leben auf dieser Welt versöhnt hat.
frau_baehr am 08. September 16
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930 - Manchmal geht es schnell
Heute Morgen bekam ich eine SMS von einer Kollegin, ich möge sie bezüglich einem Projekt kontaktieren. Heute Abend bin ich schon unter. Das ging sehr schnell, ist aber nicht schlecht. Jetzt kann ich dem Start etwas entspannter entgegen schauen. Ich freu mich sogar ein bisschen.
frau_baehr am 07. September 16
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