965 - Von der großen Welt träumen
Wenn man Bahn fährt bekommt man so einiges mit, denn Leute erzählen ihre Lebensgeschichten gerne und lautstark. Jetzt nicht mir, ich hab ja auch eigentlich immer ein Buch vor der Nase, aber Freunden oder Menschen am Telefon erzählen sie es. Heute saßen mir zwei Jugendliche gegenüber, 12. Klasse anscheinend. Und sie träumten von ihrer Zukunft und stellten sich das ganz toll vor. Vor allem der Junge hatte unglaublich hohe Erwartungen und schien jetzt schon einen bestimmten Lebensstandard zu haben. Er würde sich ja schon auf seinen ersten Gehaltsscheck freuen, dann würde er sich auf jeden Fall erstmal einen richtigen Anzug kaufen. Das könne er ja jetzt noch nicht, er hat nämlich nur einen Nebenjob neben der Schule und macht noch eine Ausbildung zum Finanzberater. Da verdient er auch noch ein bisschen was. Sein Zeugnis scheint nicht ganz so gut zu sein, so zumindest hörte es sich bei dem Gespräch an. Und er überlegte wohl nach dem Abi eine Ausbildung zu machen, irgendwo im Finanzsektor. Aber auch da verdient man nicht das große Geld, zumindest nicht zu Beginn.
Ich frag mich manchmal, was für überzogene Vorstellungen viele haben. Klar, Herr Baehr und ich dachten auch, dass wir viel mehr verdienen können, nachdem wir unseren Abschluss in der Tasche hatten. Wir verdienen jetzt nicht schlecht, aber sicherlich nicht gut, ziemlich durchschnittlich. Das ist ja nicht schlimm, wir leben ganz gut davon. Aber woher kommen diese überzogenen Erwartungen? Meine Mutter sagte einmal, dass wir die erste Generation sind, die "ärmer" ist als ihre Eltern. Ganz unrecht hat sie da nicht, ich glaube viele denken, dass sie noch genauso schnell so viel verdienen können, wie es die Eltern tun. Das ist aber heute nicht mehr wirklich machbar, denke ich. Zumindest nicht, wenn man neben der Arbeit noch leben möchte. Und sein wir mal ehrlich, das ist doch viel wichtiger als Geld.
frau_baehr am 12. Oktober 16
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
964 - Chöre von Mark Foster
Es ist als würde er über mich sprechen. Ich kann auch oft nicht aus mir raus.
Warum machst du dir nen Kopf,
Wovor hast du Schiss,
Was gibt's da zu grübeln,
Was hast du gegen dich
Ich versteh dich nicht.
Immer siehst du schwarz,
Und bremst dich damit aus,
Nichts ist gut genug,
Du haust dich selber raus.
Wann hörst du damit auf.
Wie ich dich seh ist für dich unbegreiflich,
Komm ich zeig's dir.
Ich lass Konfetti für dich regnen
Ich schütt dich damit zu,
Ruf deinen Namen aus allen Boxen,
Der beste Mensch bist du,
Ich roll den roten Teppich aus,
Durch die Stadt bis vor dein Haus,
Du bist das Ding für mich,
Und die Chöre singen für dich.
Und die Chöre singen für dich.
Und die Chöre singen für dich.
Hör auf dich zu wehren.
Das macht doch keinen Sinn,
Du hast da noch Konfetti.
In der Falte auf der Stirn.
Warum willst du nicht kapieren.
Komm mal raus aus deiner Deckung,
Ich seh schon wie es blitzt,
Lass es mich kurz sehen!
Hab fast vergessen wie das ist.
Du mit Lächeln im Gesicht.
Wie ich dich seh ist für dich unbegreiflich,
Komm ich zeig's dir.
Ich lass Konfetti für dich regnen
Ich schütt dich damit zu,
Ruf deinen Namen aus allen Boxen,
Der beste Mensch bist du,
Ich roll den roten Teppich aus,
Durch die Stadt bis vor dein Haus,
Du bist das Ding für mich,
Und die Chöre singen für dich.
Und die Chöre singen für dich.
Und die Chöre singen für dich.
Und die Chöre singen für dich.
Und die Trompeten spielen für dich.
Und die Trommeln klingen für dich.
Und die Chöre singen für dich.
frau_baehr am 11. Oktober 16
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
963 - Rechte Hand
Ich wurde heute als die rechte Hand der Kollegin vorgestellt. Für mich klingt das wie Sekretärin oder Hilfskraft. Herr Baehr bestätigte das. Oder sehen wir das nur falsch und ich bin mega toll und wichtig?