Sonntag, 19. Februar 2017
1094 - Nicht meine Aufgabe
Herrn Baehrs Vater wollte mir grade weismachen, dass es meine Aufgabe wäre Herrn Baehr in den Hintern zu treten, damit er sich bei seinen Eltern meldet und mit ihnen einen Termin ausmacht, wann sie unter der Woche kommen können. Ich sehe das absolut nicht so und genau das hab ich ihm gesagt. Er ist ein erwachsener Mann, Herr Baehr auch, beide wissen wie man ein Telefon bedient, die funktionieren sogar in beide Richtungen.

Ich mag diese Einstellung nicht, dass ich als Frau mich um meinen Mann zu kümmern habe. Er ist ein erwachsener Mann, er kann das schon ganz gut selbst. Und auch dem Baehrenkind möchte ich sowas nicht vorleben.



Samstag, 18. Februar 2017
1093 - Ich geb auf
Und zwar mit meiner Schwester. So traurig es ist, sie will oder kann keinen Kontakt zu mir zulassen bzw. halten. Für mich ist jede Kontaktaufnahme eine Enttäuschung. Ich geb es jetzt einfach auf.



Freitag, 17. Februar 2017
1092 - Unordnung
Ich mag Unordnung nicht. Und ich mag es nicht, wenn man zu viele Dinge besitzt. Leider bin ich selbst aber nicht gerade der ordentlichste Mensch und gehe mir selbst auf den Keks. Auch Herr Baehr ist alles andere als ordentlich. Wenn man früher in seinem Zimmer den Boden sehen konnte, war das wirklich schon gut. Aufräumen hat da immer mindestens einen Tag in Anspruch genommen und es war am Schluss mindestens ein blauer Müllsack voll, meist sogar mehr.

Jetzt sind wir ja vor bald vier Jahren von knapp 60 Quadratmetern auf das dreifache gezogen. Plus Garage und zwei Gartenhütten. Extrem viel Platz um Kram anzuhäufen und schön viele Zimmer um den zu verteilen. Und genau das haben wir getan, der Dachboden steht voll mit Kisten und Kartons und einzelnen Dingen, die wir gerade nicht brauchen aber auch nicht wegwerfen wollen. Oder die wir grade nicht wegwerfen können, weil wir das gesamte Volumen der Restmülltonne für die Windeln brauchen. Oder es sind Dinge, die zum Wertstoffhof müssen, da will Herr Baehr demnächst mal hin.

Leider schaffe ich es nicht Ordnung zu halten. Es ist auch echt frustrierend, ich räume auf und kaum hab ich mich umgedreht sieht es schon wieder aus als hätte eine Bombe eingeschlagen. Viele Dinge haben einfach keinen festen Platz und genau das ist ja auch nicht so gut bei Unordnung bzw für Menschen wie Herrn Baehr und mich.

Ich hab keinerlei Idee wie ich es schaffen kann ein bisschen mehr Ordnung in diesen Haushalt zu bekommen. Herr Baehr sieht es nicht, für ihn ist es hier noch sehr ordentlich (es ist ja auch noch in jedem Zimmer der Fußboden zu sehen...). Meine Bereiche ordentlich zu halten gelingt nicht, denn außer meinem Schreibtisch habe ich keinen solchen Bereich. Wegwerfen geht auch schwer, denn ich kann nicht einfach Dinge von Herrn Baehr wegwerfen. Ich will ja schließlich auch nicht, dass er das mit meinen Sachen tut. Wirklich ein Dilemma für das wir wahrscheinlich nie eine Lösung finden werden.