1402 - Das neue Baehrenkind
Das Baehrenkind hat sich verändert. Sie war am Anfang extrem mutig, manchmal zu übermütig. Oft mussten wir aufpassen, dass sie sich nicht verletzte, weil sie sich einfach total überschätzte. Also keineswegs ein frohes oder ängstliches Kind. Schaukeln musste immer wild sein, die Rutsche konnte nie zu hoch sein, klettern ging überall und so weiter. Und jetzt plötzlich hat sie vor allem Angst. Es geht nur noch, wenn ich mitmache. Rutschen ja, aber bitte auf Mamas Schoß.
Mich überfordert das neue Baehrenkind extrem. Ich bin es nicht gewohnt, dass sie so ängstlich ist. Und dann bin ich ganz schnell genervt, dass ich überall mit hin muss. Oder sie bei allem anfängt zu weinen. Es ist so schwer für mich einfach Verständnis zu haben, würde ich doch so gerne sagen: "Was ist los? Stell dich nicht so an! Das war doch sonst nie ein Problem!" Aber das wäre unfair.
Ich hoffe einfach, dass wir ein gesundes Mittelmaß finden und sie sich wieder mehr alleine zutraut. Und so lange muss ich an mir arbeiten und versuchen sie so gut es geht zu unterstützen und ihre Gefühle zu akzeptieren. Denn die sind nicht schlecht oder falsch, sondern einfach nur da.
frau_baehr am 07. Januar 18
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1401 - Wasser
Ich war heute mit dem Baehrenkind, der Studienfreundin und ihrem Sohn schwimmen. Ein total entspannter Tag, wir haben einfach geschaut wie lang die Kinder Lust haben. Wir haben sie einfach machen lassen. Interessanterweise ist mittlerweile nicht mehr das Baehrenkind die mutigere von beiden. Früher hat sie sich immer ins Wasser gestürzt, hatte kein Problem mit Wasser überm Kopf oder Sprüngen vom Beckenrand. Jetzt ist sie ganz anders, vorsichtiger. Sie hat mittlerweile eine Schwimmweste, Kompromiss zwischen Herrn Baehr und mir. Aber damit fühlt sie sich leider nicht sicher,was wirklich schade ist, denn an sich ist die Weste nicht doof. Mir fällt es schwer mit der Angst des Baehrenkindes umzugehen, da sie ja bis vor kurzem gar keine Angst hatte. Aber wir wachsen ja alle mit den Kindern und ich akzeptiere ihre Gefühle und versuche ihr Sicherheit zu geben.
frau_baehr am 06. Januar 18
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1400 - Trocken werden
Das Baehrenkind hat die letzten Tage ein riesen Theater veranstaltet, wenn es darum ging eine neue Windel anzuziehen. Sie sitzt sowieso bei jedem Wechsel auf dem Klo oder Töpfchen und das relativ lange. Oft ist was drin, oft aber auch nicht. Und wenn sie dann sich im Anschluss noch ziert und wir ewig brauchen bis sie die Windel wieder an hat, ist meine Geduld sehe strapaziert, vor allem wenn dann auch noch getreten wird. Jetzt haben wir überlegt woran das liegen kann und kamen zu dem Schluss: Das Kind will keine Windel mehr. Also haben wir es heute ohne probiert und es hat verdammt gut geklappt. Zwei nasse Hosen, ganz viel Pipi im Topf. Finde ich sehr erstaunlich aber auch total gut. Es zeigt, das wir wohl auf dem richtigen Weg sind. Und sollte sie doch irgendwann eine Windel wollen, dann können wir sie ja wieder anziehen. Und zum schlafen und draußen gibt's eh eine.
frau_baehr am 05. Januar 18
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