Mittwoch, 22. August 2018
1623 - Das Herz
Ich habe wieder vermehrt Aussetzer. Oder so ein stolpern. Der Kardiologe sagt es kommt vom Stress, das Herz an sich ist gesund. Trotzdem ist es unangenehm, vor allem da mir immer wieder schwindelig wird. Und ich habe immer die Situation mit dem Baehrenkind mitten in der Großstadt vor Augen.

Aber ich habe heute Abend versucht ein klärendes Gespräch mit Herrn Baehr zu führen. Nicht ganz so erfolgreich wie ich dachte, aber ich hoffe, dass es mir hilft mich noch mehr von ihm und seiner negativen Art frei zu machen. Denn eins hat das Gespräch gezeigt. Er ist nicht bereit an irgendetwas zu arbeiten. Und er sucht die Schuld bei anderen. Es muss ja nur nächstes Jahr sein Chef in Ruhestand gehen, dann ist alles gut. Wer's glaubt. Doch davon lasse ich mich nicht mehr runterziehen, denn ich muss mich nicht noch weiter zerstören. Ich höre auf mein Herz, im doppelten Sinne.



Montag, 20. August 2018
1622 - Frei machen
Ich habe heute beschlossen, dass ich mich nicht mehr von Herrn Baehr runterziehen lasse. Soll er doch unglücklich sein. Soll er doch alles doof finden. Soll er doch von allem und jedem genervt sein. Ich zieh mir den Schuh nicht mehr an. Wir haben tolle Kinder. Und ja, sie sind manchmal anstrengend, aber so ist das eben, wenn man zusammen lebt. Sie sind noch so klein und können nicht immer alles so wie sie es wollen. Trotzdem haben auch sie ein Recht darauf fair behandelt zu werden. Und mit liebe. Und genau das mache ich jetzt auch.



Sonntag, 19. August 2018
1621 - Genervt
Herr Baehr ist so schnell genervt. Vor allem vom Baehrenkind oder von mir. Manchmal weiß ich gar nicht, was ich falsch gemacht habe. Die Stimmung ist super, denke ich zumindest und dann kippt es innerhalb von Sekunden. Mich macht das fertig und ich fühl mich so unwohl. Jederzeit muss ich damit rechnen irgendwas falsch zu machen und damit eine Wut auszulösen, die für mich nicht nachvollziehbar ist, sich aber gefährlich und beängstigend anfühlt.

Leider können wir auch über diesen Zustand nicht sprechen, denn das löst einen erneuten Anfall aus. Wie wir da raus kommen können ist mir ein Rätsel. Aber ich weiß, dass es nicht so bleiben kann.