Sonntag, 16. September 2018
1647 - Anstrengendes Baby
Das kleine Baehrenkind ist aktuell anstrengend. Ja, es ist nicht nett sowas zu sagen, aber so ist es eben aktuell einfach. Er kommt überhaupt nicht zur Ruhe, weint sehr viel und hängt extrem viel an meiner Brust. Wenn es hoch kommt schlafe ich nachts eine Stunde am Stück, oft eher nur zwanzig Minuten. Das ist sehr, sehr anstrengenden und kräfteraubende.

Und ich fühle mich wieder wie eine versagermutti, denn alle anderen Kinder sind nicht so extrem. Das gibt mir das Gefühl alles falsch zu machen. In der Gruppe mit den Frauen vom Geburtsvorbereitungskurs sage ich schon nichts mehr, die beweinen sich alle, weil die Kinder alle zwei Stunden wach werden.

Irgendwie ist das gerade alles doof, ich könnte die ganze Zeit nur weinen und frag mich immer wieder womit ich das verdient habe.



Samstag, 15. September 2018
1646 - Toller Tag
Ich dachte ja, dass der Urlaub unglaublich doof wird und wollte erst nicht fahren. Doch so langsam merke ich, dass Urlaub gar nicht so doof ist. Zumindest dann nicht, wenn ich einfach das mache woran ich Spaß habe. So waren wir heute auf einem Barfußpfad, das Baehrenkind hat super mitgemacht und ist fast die ganzen drei Kilometer alleine gelaufen. Anschließend haben wir durch Zufall einen wundervollen Spielplatz gefunden, auf dem ich glücklich war, dass das Baehrenkind noch so klein ist und Betreuung durch mich brauchte. Wir sind zusammen geklettert und gerutscht und hatten sehr viel Spaß. So kann es weitergehen.



Samstag, 15. September 2018
1645 - Französisch
Ich bin wirklich kein Sprachtalent. So überhaupt nicht. Meine Mutter dagegen hört jemanden in einer anderen Sprache sprechen und hat sie gefühlt innerhalb von Sekunden gelernt. Ich brauche Jahre um überhaupt einen geraden Satz herauszubekommen. Französisch in der schule als Leistungskurs zu wählen war somit eine meiner schlechteren Ideen und hat sich auch in der abinote sehr deutlich gezeigt. Trotzdem fühle ich mich dieser Sprache sehr verbunden, da wir oft in Frankreich Urlaub gemacht haben, ich dort ein Vierteljahr zur schule gegangen bin und meine Mutter dort Freunde hat. In den letzten Jahren hab ich aber des Jobs wegen nur Englisch gesprochen, mittelmäßig, aber so, dass ich mich verständlich machen könnte. Jetzt sind wir hier aber im französischsprachigen Ausland und Herr Baehr kann noch weniger sagen als ich. Und so rede ich mit den Leuten und bin erstaunt, wie gut das klappt. Heute hab ich sogar ein Kompliment für mein gutes Französisch bekommen.