Dienstag, 1. Juli 2014
140 - Jetzt bin ich alt
Heute habe ich die 30 geknackt. Irgendwie eine Schwelle, gefühlt zumindest. Getan hat sich seit gestern nichts, ich fühle mich noch gleich. Zum Glück, wäre auch sehr verwunderlich, wenn ich über Nacht altern würde. Trotzdem, ab 30 ist man so erwachsen. Und ich bin doch noch gar nicht erwachsen. Ich fühl mich zumindest nicht so.

Da es bei uns Tradition ist, dass das Geburtstagskind "der Bestimmer" ist, habe ich heute bestimmt, dass wir in den Zoo gehen. Total toll, ich war ewig nicht mehr da und es hat sich so viel getan. Es wurden neue Gehege gebaut, alte weggerissen. Es gibt weniger Tiere, dafür haben sie jetzt viel mehr Platz. Das gefällt mir. Lieber schaue ich mir nur ein paar Tiere an und die sind glücklich, als das es viele Tiere sind, die aber in engen Käfigen dahin vegitieren.

Zu sehen gab es glückliche Bärenjunge auf der neuen Anlage:


Gibbons:


Platte Mäuseartige Tiere:


Verwandte von Paul:


Kuschelnde Krokodilbabys:


Charly, eines der Zoourgesteine:


Ludwig, in U-Bahnfahrerpose:


Neue Erdmännchen auf einer neuen, größeren und schöneren Anlage:


Und noch ganz viele andere Tiere. Ich habe hunderte Bilder gemacht und es sind doch so einge schöne dabei.

Jetzt gibt es gleich noch einen Sieg der deutschen Fußballherren, denn das ist so Tradition am 30.06!



Sonntag, 29. Juni 2014
139 - Beim Notar
Gestern vor einem Jahr haben wir den Kaufvertrag für unser Haus unterschrieben. Und wie ich gestern schon geschrieben habe, kommt es uns vor wie eine Ewigkeit. Der Notartermin selbst ist aber so präsent, als wäre es gestern gewesen. Es ist ja auch nicht so abgelaufen, wie es normal abläuft.

Der Termin war für 16h angesetzt. Kurz vor 16h trafen Herr Baehr und ich ein, total nervös. Wir wurden ins Wartezimmer geschickt, da der Notar noch einen anderen Termin hatte. Kurz nach uns traf der Makler ein. Und dann niemand mehr. Wir warteten und warteten und warteten. Der Makler versuchte die Verkäufer zu erreichen, doch weder er noch sie gingen ans Telefon. Horrorgeschichten wurden erzählt, von Verkäufern, die sich das Leben genommen hatten usw. Wir sahen den Termin schon platzen. Und das hätte bedeutet, dass wir das Haus evtl. doch nicht bekommen, denn dann wäre es in die Zwangsversteigerung gegangen.

Um 20 nach vier tauchte dann der Verkäufer auf. Er wäre doch so gut wie pünktlich, alles kein Problem. Ein totaler Blender. Wo den seine Exfrau wäre, kam die Frage vom Makler. Noch auf der Autobahn, aber gleich da. Gleich ist ziemlich relativ und da wir hier wirklich auf dem Land wohnen bedeutet auf der Autobahn noch mindestens 20 Minuten entfernt. Denn so lange fährt man noch über die Dörfer, nachdem man von der Autobahn runter ist.

Der Notar schaute immer wieder ins Wartezimmer rein. Wenn die Frau nicht langsam käme, müsste er den Termin absagen, schließlich wären nach uns auch wieder Leute da. Wir wurden nervöser und nervöser. Kurz vor fünf tauchte dann auch die Frau auf. Total verwirrt, aber immerhin da. Der Notar hatte Mitleid mit Herrn Baehr und mir und wusste auch ungefähr worum es hier ging. Also rein ins Zimmer, Ausweise im Schnellverfahren kontrolliert und kopiert. Kaufvertrag im Rekordtempo verlesen. Unterschrieben, fertig. Haus gekauft.

Während der Unterschrift hatte ich die ganze Zeit erwartet, dass sich so ein komisches Gefühl einstellt. So ein Gefühl, das sagt: Willst du das wirklich? Da war nichts, nur Hektik.

Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass es so ausgegangen ist und der Notar uns noch hat drankommen lassen. Den wäre uns dieses Haus durch die Lappen gegangen, wäre ich doch sehr traurig gewesen. Etwas vergleichbares zu finden, wäre sehr schwer geworden.



Sonntag, 29. Juni 2014
138 - Heute vor einem Jahr
haben Herr Baehr und ich den Kaufvertrag für das schöne Fleckchen Erde, das wir bewohnen, unterschrieben. Es kommt uns vor, als wäre es schon zehn Jahre her. Gefühlt wohnen wir hier auch schon ewig. Und wir wollen auch nicht mehr hier weg. Alles richtig gemacht.