Das Baehrenkind hat heute das erste Mal mit uns gespielt. Mit mir mehr als mit Herrn Baehr, aber ich spüre ja auch viel deutlicher, wo es ist. Trotzdem war es für uns beide ein tolles Erlebnis.
Herr Baehr hat Schnupfen und ist deswegen extrem krank. Donnerstag fing es an, seine Nase lief wie verrückt. Normalerweise geht er mit sowas arbeiten und stört sich nicht so arg daran. Diesmal ist es aber irgendwie total anders. Er ist daheim geblieben und leidet seitdem. Vor die Tür geht er nicht, duschen auch nicht. Seit drei Tagen erzählt er mir wie schlimm das ist und wie krank er ist. Aus der Apotheke braucht er aber nichts, wozu denn?
Abgesehen von einer zunen Nase und ein bisschen Husten ist er fit. Zumindest fit genug um Computer zu spielen, stundenlang. Oder in der Küche ein Rollo aufzuhängen. Aber rausgehen ist ihm zu viel. Auch die Geburtstagsfeier seiner besten Freundin heute Abend lässt er ausfallen. Ich finde sein Verhalten sehr merkwürdig, kenne ihn so nicht. Sollte er Montag nicht arbeiten gehen muss ich ihn mal zur Rede stellen.
Gestern Abend habe ich dann doch noch
Liebeserklärung an das Leben von Lana N. May zu Ende gelesen. Dieses Buch passt ganz gut zur Zusatzaufgabe Phönix der Harry Potter-Lesechallenge, eine Person verändert sich im Verlauf des Buches sehr stark.
Luisa und Matt lernen sich zu Studienzeiten kennen und verlieben sich ineinander. Alles läuft super zwischen ihnen, sie brauchen eigentlich kaum mehr als den anderen zum leben. Ihr Glück ist vollkommen, als ihre Tochter zur Welt kommt. Leider verlieren sie diese sehr früh wieder, Clara stirbt in einem Brand. Ab dem Tag des Todes ihrer Tochter hört auch Luisa auf zu leben und vegetiert nur noch vor sich hin. Auch ihre Beziehung zu Matt ist eingeschlafen, sie empfindet einfach gar nichts mehr. Ihr einziger Wunsch ist es, ihre Tochter wiederzusehen.
Luisa entschließt sich, sich das Leben zu nehmen und versucht sich selbst zu vergiften. Doch der Tod hat etwas dagegen und bittet sie immer wieder um einen neuen Tag, den er mit ihr verbringt. Luisa besteigt mit dem Tod, ein junger attraktiver Mann, einen Berg, schwimmt mit ihm durch einen See und unternimmt schließlich mit ihm einen Roadtrip durch Italien. Der Tod möchte Luisa zeigen wie schön das Leben ist und macht Dinge mit ihr, die sie schon immer mal machen wollte. Luisa kommt immer mehr aus ihrem Schneckenhaus raus und erkennt wieder, was das Leben doch alles schönes für sie bereithält. Doch die Entscheidung, ob sie leben will oder nicht, hält sie weiterhin offen.
Mir hat das Buch nur mittelmäßig gefallen. Es war nicht schlecht, aber auch nicht so, dass es mich vom Hocker gerissen hätte. Ich finde die Figur des Todes etwas merkwürdig, werde mit ihm nicht warm. Außerdem kann ich immer so extreme Liebespaare nicht verstehen, nur aufeinanderhängen ist so gar nicht meins. Trotzdem ist das Buch nett, lässt sich schnell lesen und hat eine tolle Kernaussage.