Heute Morgen habe ich es endlich geschafft den ersten Band der
Acht Sinne Reihe von Rose Snow zu Ende zu lesen. Gleich vorweg, das Buch war zäh zu lesen.
Lee wird nach ihrem Tod in einer anderen Welt wieder zum Leben erweckt, in der Welt der acht Sinne. Sie trägt den Sinn der Wachsamkeit und muss mit den anderen Neuerweckten zu allererst an einem Turnier, dem Triangel, mit drei Prüfungen teilnehmen. Sehr schnell lernt sie die anderen Neuerweckten kennen, vor allem Ben, der Ekelträger, der immer wieder in ihrer Nähe auftaucht.
Nachdem das Turnier geschafft ist, geht das Abenteuer für Lee und Ben aber erst richtig los. Dabei wissen die beiden aber gar nicht so genau wie die Welt funktioniert, in der sie gelandet sind. Auch über ihre Sinne wissen sie sehr wenig. Wissen erhalten sie über geschenkte Erinnerungen und die kommen eben irgendwann und nicht unbedingt dann, wenn man sie brauchen könnte.
Das Lee und Ben irgendwann ein Paar werden sollen ist vorhersehbar. Das so etwas in vielen Büchern erstmal mit Antipathie und Streit beginnt ist verbreitet, hier wird es aber übertrieben. So wird, zumindes mir, keiner der beiden sympathisch. Außerdem bleiben beide Figuren sehr flach, man weiß als Leser nur genau so viel, wie Lee auch weiß. Eigentlich eine gute Idee, doch hier etwas unglücklich umgesetzt. Man merkt, dass die Autoren ein Konzept verfolgen und beim Schreiben schon viel mehr wissen.
Besonders schade finde ich, dass viele Ideen einfach geklaut sind. Das Triangel zum Beispiel erinnert sehr an das trimagische Turnier von Harry Potter. Dass dieses Turnier in der Hauptstadt übertragen wird und die Leute Wetten auf die Teilnehmer setzen erinnert wiederum an die Tribute von Panem. Es gibt noch so einige weitere Dinge, die mich sehr stark an andere Bücher erinnern.
Ich werde definitiv die nächsten Bände nicht lesen. Auch wenn der erste Band offen endet reizt es mich nicht weiterzulesen. Schade, ich hatte mir an Hand des Klappentextes und der vielen guten Rezensionen eine spannendere Geschichte versprochen. Vor allem klang es zuerst nach einer völlig neuen Idee.
Wenn die Sommerferien begannen, sagte ich meist nach sehr kurzer Zeit zu meiner Mutter, dass mir so langweilig wäre. Ich freute mich immer, wenn die Schule wieder los ging. Meine Mutter war total genervt davon und konnte es einfach nicht verstehen. Sie sehnte sich wahrscheinlich danach mal so lange frei zu haben. Kein Wunder, sie arbeitete zu dieser Zeit auch halbtags, machte den ganzen Haushalt und zog meine Schwester und mich groß. Ich ging nur zur Schule und da war ich ja leider lange Zeit unterfordert. Langweilig war mir sicherlich auch während der Ferien, weil ich keine Freunde hatte, mit denen ich mich hätte treffen können.
Jetzt hat mein Mutterschutz ja noch nicht mal angefangen, nächste Woche beginnen meine zwei Wochen Resturlaub. Und mir ist jetzt schon langweilig. Mein Projekt endete letzte Woche, ich habe also diese Woche nichts mehr zu tun. Zum arbeiten gehe ich ja nirgendwo hin, wenn ich kein Projekt habe (und selbst das kann ich oft von daheim machen), so dass ich nun diese Woche daheim sitze. Und ich weiß einfach nichts mit mir anzufangen.
Herr Baehr ist genervt von meinem gejammer. Und neidisch, dass ich so viel Freizeit habe und er arbeiten gehen muss. Ich habe ja im letzten Jahr schon immer wieder sehr wenig zu tun gehabt. Ich erinnere mich an kaum einen Tag, an dem ich wirklich viel gearbeitet habe. Entsprechend unterfordert und unausgelastet bin ich mittlerweile. Ich bin ein bisschen unsicher, wie ich die nächsten Wochen rumbringen soll. Das ganze Haus putzen wäre eine Option, bringt aber nicht viel Spaß und irgendwann ist es eben auch erledigt. Herr Baehr hat vorgeschlagen ich soll einfach mal Dinge machen, die mir Spaß machen. Das ist aber ganz schön schwierig, mir macht nichts Spaß. Mal sehen was da noch so kommt, vielleicht verdumme ich auch einfach ein letztes Mal in meinem Leben vor dem Fernseher.
Ron ist ja oft ängstlich, vor allem hat er eine riesige Angst vor Spinnen. Aber er macht sich mit der Zeit und gewinnt immer mehr Mut und wird selbstsicherer. Genau darum geht es auch in dieser Zusatzaufgabe, gelesen werden soll ein Buch, in welchem die Hauptperson Seite um Seite mehr Selbstvertrauen gewinnt. Das ist in
Das Wunder von Silent Hollow von Daniela Felbermeyr der Fall.
Sienna wird von ihrem Vater und gleichzeitig Chef für einen Auftrag nach Silent Hollow geschickt. Leider könnte die Zeit kaum unpassender sein, denn es ist Weihnachten bzw. einige Tage davor. In dem kleinen Ort Silent Hollow hat das einzige Hotel schon seit Monaten geschlossen, außerdem tobt ein Schneesturm, so dass Sienna sich auch nicht in einem der Nachbarorte eine Unterkunft suchen kann. So kommt sie bei einer netten Familie unter, die sie sofort in ihrer Mitte aufnimmt und in ihre Vorweihnachtsbräuche einbezieht.
So kommt es auch, dass sie Dean kennenlernt, den Enkel ihrer Gastgeberin. Sehr schnell wird klar, dass Sienna und Dean füreinander bestimmt sind, doch Sienna kann das gar nicht glauben. Sie ist doch nicht wirklich hübsch und nicht leicht auszuhalten in einer Beziehung. Außerdem, so sagte es ihr ihr Exfreund immer und immer wieder, würde sie sowieso alles falsch machen. Dean versucht Sienna vom Gegenteil zu überzeugen und es gelingt ihm auch nach und nach. Sienna fängt wieder an an sich zu glauben und erkennt nach und nach, dass ihr Exfreund unrecht hatte und sie gar nicht so schlecht ist, wie er es dargestellt hatte.
So wirklich gut hat mir das Buch nicht gefallen. Es ist auch extrem kurz und somit in gut vier Stunden durchgelesen, was ich ja allgemein schonmal gar nicht mag. Außerdem gefallen mir die beiden Hauptcharaktere nicht so gut, es bleibt alles sehr flach und ab einem bestimmten Punkt wird es vorhersehbar. Dass sich am Ende alles zum Guten wenden wird ist klar, so ist dieser Typ von Büchern einfach. Das aber so plötzlich so viele Personen einen Sinneswandel durchleben ist schon etwas sehr unrealistisch.