Montag, 11. Januar 2016
690 - Hochzeitsvorbereitungen
Herr Baehr und ich haben für unsere kirchliche Hochzeit die Punkte geregelt, die uns wichtig waren. Der Lieblingspfarrer und die Band für den Gottesdienst haben Zeit, die Kirche ist frei und wir haben uns einen Ort zum feiern ausgesucht und reserviert. Alles andere haben wir schleifen lassen, das war wohl nicht so gut. Die Hochzeit ist eigentlich erst Anfang Juni, in meinen Augen also noch eine Weile hin. Leider sind aber wohl andere Menschen, die auch an diesem Tag heiraten viel eher mit all ihren Vorbereitungen dran und reservieren alles weg.

Die Schwägerin hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass wir Hotelzimmer vorreservieren sollten. Das ist so gut wie unmöglich zum jetzigen Zeitpunkt. Das hätte ich niemals gedacht.

Auch um das Essen müssen wir uns kümmern und so habe ich eine Reihe Caterer angeschrieben. Die erste Absage habe ich dort auch schon bekommen. Immerhin scheinen aber nicht alle ausgebucht zu sein, Angebote habe ich schon bekommen. Da müssen wir jetzt wahrscheinlich aber schnell zuschlagen, damit uns da nicht auch jemand das alles vor der Nase wegschnappt.

An einen Fotografen hatte ich bisher noch gar nicht gedacht, da wäre es aber auch schön jemanden zu haben der profesionell Bilder macht. Ich hab jetzt zumindest mal welche rausgesucht, die mir so einigermaßen gefallen. Das ist auch nicht so einfach, da ich da wohl doch einen sehr hohen Anspruch habe. Ich fotografiere einfach selbst zu gerne und stelle einen gewissen Anspruch an mich. Und deswegen möchte ich schonmal keinen Fotografen an der Hochzeit, der überbelichtete oder unscharfe Bilder macht. Und von denen gibt es einige, grauslig, was da als Referenz im Internet auftaucht.

An die ganzen Kleinigkeiten, die wir noch so brauchen möchte ich gar nicht denken. Was das alles kostet ist auch noch so ein Thema. Herr Baehr ist da ja voll entspannt, wir würden das schon irgendwie hinbekommen. Ihm ist irgendwie nicht bewusst, dass mein Gehalt durch die Elternzeit erstmal wegfällt und durch einen geringeren Betrag Elterngeld ersetzt wird (besser als gar nichts, ich weiß). Ich bin da eher unentspannt, aus jetziger Sicht können wir uns das noch nicht so ganz leisten, zumindest nicht all das, was Herr Baehr sich so vorstellt. Das wird noch einige Kämpfe geben, ich hab keine Lust darauf.



Sonntag, 10. Januar 2016
689 - Alle warten
So langsam werden die ersten ungeduldig, was die Ankunft des Baehrenkindes angeht. Mein Vater sitzt auf glühenden Kohlen und ist wohl jederzeit bereit loszufahren. Total schön zu hören, wie er sich freut. Auch Herrn Baehrs Eltern werden ungeduldig. Herr Baehr rief sie heute an um sie für das nächste Wochenende zum Essen einzuladen. Seine Mutter hatte kaum abgehoben, da kam schon die Frage, ob es "der" Anruf ist. Meine Schwester hingegen hat noch ein paar Urlaubstage und hofft, dass das Baehrenkind an einem ihrer geplanten Tage kommt. Die Schwägerin horchte gestern per WhatsApp nach, wie der Stand der Dinge ist. Nur Herr Baehr und ich sind noch recht ruhig. Es könnte zwar jetzt losgehen, aber bis zum Termin sind es ja noch drei Wochen. Die kann das Baehrenkind ruhig auch noch verbrauchen, jeder Tag länger ist besser.



Samstag, 9. Januar 2016
688 - Bilder aussortieren
Ich fotografiere sehr gerne. In letzter Zeit leider weniger, trotzdem hat sich über die Jahre eine ganze Menge an Bildern angesammelt. Jetzt habe ich aber so ein Problem dabei diese Menge in den Griff zu bekommen, denn ich kann so schlecht Bilder löschen. Also behalte ich einmal die Version, die ich von der Kamera kopiert habe und dann noch einen Ordner mit den aussortierten Bildern. Das ist total schräg, denn selbst die aussortierten Bilder schaue ich mir nicht oder nur sehr selten an. Die nicht aussortierten Bilder schaue ich mir gar nicht an.

Herr Baehr findet diese Angewohnheit äußerst störend. Vor allem weil ich meine Bilder sehr gerne auf seinem NAS sichern würde. Das möchte er aber nicht, denn ich würde ja ziemlich viel Platz für alle meine Bilder brauchen. Deswegen bin ich jetzt gezwungen sie auszusortieren bzw. mich von den Ordnern mit den nicht aussortierten Bildern zu trennen. Das wird ein schwerer Schritt, aber ich sehe ein, dass es notwendig ist. Besser so, als irgendwann mal alles verlieren.