Donnerstag, 14. Januar 2016
693 - Schmerzen aushalten
Ich würde ja behaupten, dass ich durch die Bandscheibenvorfälle starke Schmerzen kenne und diese auch aushalten kann. Irgendwie vergisst man aber, wie man das gemacht hat. Zur Zeit leide ich mal wieder, starke Schmerzen in der Hüfte bzw. im vorderen Beckenbereich. Beine heben ist eine Qual, aufstehen sehr schwierig, umdrehen sehr schmerzhaft. Leider sind die Schmerzen heute nach der Akkupunktur und dem Fußweg zur Hebamme und zurück schlimmer geworden.

Ich will jetzt gar nicht anfangen zu jammern, das macht es sicherlich nicht besser sondern eher schlimmer, weil ich mich noch mehr auf die Schmerzen konzentriere. Fies ist nur, dass ich dadurch so blockiert bin. Ich will weiter mobil bleiben. Für morgen steht nicht nur ein Besuch bei der Frauenärztin an, sondern auch ein Treffen mit der Patenkindmutter. Nachher muss Herr Baehr mal seine Hände auflegen, die sind nämlich immer so schön warm und haben bei mir oft eine helfende Wirkung.



Mittwoch, 13. Januar 2016
692 - Frauenfrühstück
Heute waren Herr Baehrs beste Freundin und noch eine weitere Freundin aus dem Freundeskreis bei mir zum Frühstück zu Besuch. Wir mussten es mal ausnutzen, dass wir zur Zeit alle daheim sind und nicht arbeiten müssen. Das war auch wirklich super, vor allem weil wir uns so lange nicht mehr in solch einer kleinen Runde getroffen hatten und uns endlich mal wieder ein paar Probleme von der Seele reden konnten.

Der Freundin geht es mit ihrem Mann sehr ähnlich, wie mir mit Herrn Baehr. Er bekommt seine und die gemeinsamen Termine nicht auf die Reihe und setzt sehr merkwürdige Prioritäten. Das kommt mir sehr bekannt vor. Trotzdem scheint er etwas zugänglicher und lieber zu sein, als Herr Baehr, der im Moment ja nun wirklich nicht einfach ist. Aber auch das mal auszusprechen und zu sagen, wie die Situation bei uns grade ist, war sehr angenehm. Ich befürchte nur, dass Herrn Baehrs beste Freundin sich jetzt Sorgen macht. Da sollte ich bei Gelegenheit nochmal das Gespräch suchen, tut mir sicherlich auch gut.

Außerdem haben wir auch nochmal über die Hochzeit gesprochen. Die beiden sind schon verheiratet und haben die ganze Organisiererei schon hinter sich. Da kann ich gut die eine oder andere Frage stellen und das ist auch gut so. Oder mir mal eine andere Meinung anhören, zum Beispiel zu unserem Streitpunkt DJ ja oder nein. Die beiden haben mir jetzt geraten, wenn nur Herr Baehr so gerne einen DJ will, dass er sich dann auch drum kümmern muss. Reicht ja auch, dass ich mich um den ganzen Rest kümmere und er das alles nur abnicken muss.

So ein Vormittag gibt neue Kraft.



Dienstag, 12. Januar 2016
691 - Gelesen 2016 - Die Kinder aus Nummer 67 - Band 5 und 6
In Die Kinder aus Nummer 67 - Band 5 und 6 von Lisa Tetzner wird die Geschichte von Mirjam zu Ende erzählt. Am Ende von Band 4 erfährt man, dass sich Mirjam mit einigen anderen Kindern nach dem Schiffbruch auf eine Insel retten konnte. Band 5 erzählt von den Erlebnissen der Kinder auf der Insel, von den Schwierigkeiten, die sie bei der Nahrungs- und Wassersuche haben und auch von dem Miteinander in der Gruppe. Mirjam ist das älteste Mädchen in der Gruppe und versucht gemeinsam mit Hans und Pascal, einem Franzosen, der auch Schiffbruch erlitten hat, für die Gruppe zu sorgen. Das passt dem missmutigen Bartel aber gar nicht und so wendet er sich gegen die Gruppe. Die Kinder lernen in dieser Extremsituation mit Konflikten umzugehen und Bartel seine Verfehlungen zu verzeihen. Nach langen zwei Monaten werden sie von einem amerikanischen Kriegsschiff gerettet. Da viele der Kinder Waisen sind, nimmt sich die Crew des Kriegsschiffes ihrer an und bringt sie nach New York. Dort trifft Hans seine Eltern wieder, diese beschließen Lukas an Kindes statt aufzunehmen. Auch für Pascal wollen sie sorgen und ihn zu seiner Großmutter nach Frankreich bringen. Cornelia wird vom ersten Offizier adoptiert, Gerti erfäht, dass ihre Eltern doch noch leben und Bartel ist bereits auf der Insel verstorben. So bleiben nur noch Mirjam und Ruth, die beiden in Pflege kommen, jedoch getrennt voneinander. Mirjam leidet sehr unter diesem Zustand und versucht Ruth zurückzubekommen. Sie ist überzeugt, dass Ruths Vater noch lebt und sie ihn finden kann. Genau das vertraut sie dem Liftboy Jim an, der in Wirklichkeit Hesekiel heißt, sich aber fortan Cimbalo nennt, da er Zimbelspieler in einer schwarzen Jazzband werden will. Er verspricht Mirjam bei der Suche zu helfen und erzählt seinem Freund Mackenzie King davon. Dieser entführt kurzerhand Ruth und bricht mit Mirjam und Cimbalo/Jim auf eine abenteuerliche Reise durch die USA und Kanada auf, um Ruths Vater zu finden. Die Bücher unterscheiden sich immer wieder voneinander und gerade das macht sie so lesenswert. In Band 6 zum Beispiel kommt Mirjam direkt zu Wort. Lisa Tetzner spricht von Anfang an von der Geschichte ihrer Freunde Erwin, Mirjam und Paul und suggeriert, dass es die Personen wirklich gibt. Leider ist es mir bisher nicht gelungen herauszufinden, wie viel Wahrheit hinter den Geschichten steckt.