Mittwoch, 9. März 2016
748 - Vorteile der Elternzeit
Auch wenn ich noch nicht offiziel in Elternzeit bin fasse ich das jetzt mal unter diesem Begriff zusammen. Arbeitsfreie Zeit könnte man es auch nennen, denn das ist ja der große Unterschied. Und das bringt doch, trotz Brülläffchenbaby, so einige Vorteile. War die Nacht bescheiden, kann ich einfach im Bett bleiben und in den Tag schlafen. Natürlich nur, wenn keine Verabredungen oder Termine anstehen. Ich kann mich auch tagsüber einfach hinlegen und schlafen, wenn das Baehrenkind schläft.

Ein weiterer Vorteil ist die Zeit beim stillen. Das Baehrenkind braucht mindestens eine halbe Stunde und das ja mehrmals am Tag und in der Nacht. Da kann man so einige Seiten lesen oder auch mal ein bisschen Fernsehn schauen.

Der größte Vorteil ist aber die Freiheit sich am Tag mit anderen Menschen in Elternzeit zu treffen und einfach den Tag zu genießen. So wie heute, da habe ich eine Kollegin besucht, wir sind durch den herrlichen Sonnenschein spaziert und haben uns dann im Biergarten in die Sonne gesetzt und zu Mittag gegessen. Besonderer Luxus dabei, die Kollegin hat sich um beide Kinder gekümmert, damit ich mal ganz in Ruhe essen konnte.



Dienstag, 8. März 2016
747 - Hilfe annehmen
Heute waren Herrn Baehrs Eltern da um mir zu helfen. Ich bin nur leider sehr schlecht darin Hilfe anzunehmen und weiß auch nicht genau, was sie machen könnten. Den Haushalt mache ich lieber selbst, da bin ich ja etwas eigen. Und sie losschicken mit dem Baehrenkind spazieren zu gehen finde ich auch doof, denn der Spaziergang ist für mich oft die einzige Möglichkeit mal vor die Tür zu kommen. Also habe ich Herrn Baehrs Eltern gebeten nach dem Baehrenkind zu schauen und habe selbst geputzt. Den Rest der Zeit habe ich mit Herrn Baehrs Eltern zusammengesessen. Ein bisschen anstrengend aber auch ganz nett, so habe ich ein wenig Ablenkung von meinem Alltagstrott. Mal sehen wie es sich einpendelt, denn sie kommen jetzt jede Woche.



Montag, 7. März 2016
746 - Wählen
Ich glaube, ich habe vor einiger Zeit schon einmal geschrieben wie wichtig es mir ist wählen zu gehen. Und dass es auch wichtig ist sich mit den Wahlprogrammen auseinanderzusetzen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Ich muss zugeben, dass es nicht ganz einfach ist eine eigene Meinung zu bekommen, wenn man Eltern hat die offen über ihr Wahlverhalten sprechen. Das hat mich geprägt und ich wähle heute ähnlich wie meine Eltern.

Herr Baehr dagegen macht aus der Wahl immer ein riesiges Geheimnis. Er verrät mir nie was er gewählt hat, was ja sein gutes Recht ist. Ich bin es nur nicht gewohnt nicht darüber zu sprechen, kenne es von meinen Eltern nur, dass man das vorher und hinterher diskutiert hat. Auch das gehörte bei uns zur Meinungsbildung dazu, meine Eltern haben nie versucht uns zu beeinflussen. Herr Baehr kennt das gar nicht, er kann nur Vermutungen anstellen, was seine Eltern wählen. Offen darüber gesprochen haben sie nie.

Nicht darüber zu sprechen finde ich schade. Gerade Jugendliche, die das erste Mal zur Wahl gehen brauchen da doch ein wenig Anleitung. Mir ging es zumindest damals so, ich glaube meine erste Wahl war auch eine Kommunalwahl und die kann einen beim ersten Wahlgang doch etwas überfordern mit den vielen Listen und der Möglichkeit Stimmen zu verteilen. Und so habe ich schon gestern beim Stillen dem Baehrenkind erklärt wie wichtig es doch ist zur Wahl zu gehen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Natürlich versteht sie das jetzt noch nicht, aber man kann ja nicht früh genug anfangen.