2346 - Schmerzen
Die ganze Zeit war ich optimistisch, dass ich es in den Griff bekomme. Ich hab mich viel bewegt und Übungen gemacht. Das hat dafür gesorgt, dass es erträglich bis weg war. Heute tut es wieder arg weh. Jeder Schritt schmerzt. Jede Bewegung tut weh.
Aber es geht nicht anders. Ich werde ein Leben lang diese schmerzen haben. Denn wie soll ich sie los werden? Es interessiert niemanden. Wahrscheinlich dramatisiere ich auch einfach nur. Andere haben wahrscheinlich wirklich was, wenn sie zig Stunden Physiotherapie oder Massagen aufgeschrieben bekommen. Oder ein Beschäftigungsverbot während der Schwangerschaft. Obwohl sie, wie ich auch, Blutungen haben. Tja, bei mir war es wohl nicht schlimm genug. Oder es wäre nicht schlimm genug gewesen wenn ich es verloren hätte.
Keine Ahnung. Mich frustriert das. Es macht das Leben weniger lebenswert.
frau_baehr am 12. September 20
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2345 - Mein zweites Kind
Ich habe zwei Kinder und doch kommt es mir so oft vor, als hätte ich nur eins. Und eins, dass hier noch ist. Das irgendwer hier abgegeben hat und dem ich ab und an begegne. Das Baehrenkind ist so fordernd. Sie klebt förmlich an mir. Ich nehme mir so viel Zeit für sie, zu viel. Und das kleine Baehrenkind fällt hinten runter. Will ich mit ihm Mal was alleine machen bekommt sie einen hysterischen Anfall, weint und erklärt wie unfair das alles ist. Mich belastet das sehr. Ich will dass es beiden Kindern gut geht. Aber ich will auch für beide Kinder da sein.
Es ist ein absoluter Mist, dass es niemanden in ihrem Leben gibt, der sie auffangen kann. Mit Herrn Baehr klappt es nicht mehr. Er nimmt sich aber auch keine Zeit für sie. Wir haben es probiert. Er ist mit ihr zu ihrem Lieblingsspielplatz gefahren. Ende von Lied war, sie durfte ein bisschen spielen während er aufs Handy geschaut hat und dann musste sie ewig mit ihm rum laufen, damit er sein blödes Handyspiel spielen kann. Er hört sie nicht, wenn sie mit ihm redet, weil er aufs Handy starrt. Er sagt immer wieder nein, zu allem. Oft auch weil er lieber in Ruhe aufs Handy schauen will.
Es wäre so schön, wenn es jemanden gäbe, dem sie vertraut. Der bereit ist sich ihr anzunehmen. Aber da ist niemand. Den Großeltern ist sie zu anstrengend, die gehen lieber zu ihren anderen Enkeln. Und die Großeltern, die ich so mitbringe, interessieren sich mehr für sich als für uns und haben auch nie Zeit.
Also werde ich mich wohl weiterhin zerrissen fühlen. Und dem kleinen. Baehrenkind gegenüber ein schlechtes Gewissen haben.
frau_baehr am 11. September 20
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2344 - Radtour
Ich bin heute mit dem Baehrenkind Fahrrad gefahren. Nicht wirklich weit und trotzdem hat es mich einiges an Nerven gekostet. Denn die Frustrationstoleranz ist beim Baehrenkind eher nicht so gegeben.
Ich merke aber, dass ich aktuell viel fitter bin als noch vor ein paar Jahren, als ich das letzte Mal gefahren bin. Den Berg hier zu uns hoch habe ich mit Leichtigkeit gemeistert, hatte aber damit gerechnet es gar nicht zu schaffen. Früher war ich völlig außer Atem wenn ich oben angekommen war. Heute nur ein bisschen. Also kann ich demnächst mit dem Rad Brötchen holen fahren.
frau_baehr am 10. September 20
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